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Komplexe Preisbildung


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Kostendiskussion

Nicht nur das Wetter und die Spekulanten können den Mehlpreis beinflussen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung in einem ausführlichen Bericht darlegt.

Wie in der ABZ bereits berichtete, geriet vor allem VK Mühlen mit ihrem damaligen Vorstandsvorsitzenden Rolf Brack in den Fokus der Kartellwächter. Brack konnte zwar durch Kooperation mit dem Kartellamt seinen Hals halbwegs aus der Schlinge ziehen, wurde aber später dann doch geschasst.
Das Kartellverfahren wird wohl erst in ein paar Monaten abgeschlossen werden. Schon jetzt sei aber absehbar, dass sehr hohe Strafen verhängt werden. Im FAZ-Artikel ist von einer Geldbuße in dreistelliger Millionenhöhe die Rede. So ist der Stand der Dinge.

Wirklich erschreckend ist das Ausmaß des jetzt publik gemachten Mehlkartells. Aufgezählt werden die "Stuttgarter Runde", "Hannover-Runde", Bremer-Runde, Ostdeutsche-Runde", Westrunde" und die "Bad Dürkheimer Runde" - Gesprächskreise, in den die Preise entsprechend abgestimmt wurden. "Die Unternehmen in all diesen Kungelrunden dürften rund 80 Prozent des deutschen Mehlabsatzes auf sich vereint haben", wird in der FAZ vermutet.

Und die Moral von der Geschicht: Nicht nur das Wetter und die Spekulanten können für den Mehlpreis verantwortlich sein. Vorsichtig ausgedrückt: Man kann von einer komplexen Preisbildung sprechen.

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