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Zentralverband sieht sich bestätigt

Für handwerklich hergestellte und verpackte Backwaren gilt laut Zentralverband eine Ausnahmeregelung bei der Nährwertkennzeichnung. (Quelle: Archiv / Kauffmann)+
Für handwerklich hergestellte und verpackte Backwaren gilt laut Zentralverband eine Ausnahmeregelung bei der Nährwertkennzeichnung. (Quelle: Archiv / Kauffmann)

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Aus einem Kommentar der Bundesregierung schließt der Verband, dass für das Bäckerhandwerk eine Ausnahme von der Nährwertdeklaration gelte.

Berlin (abz). Seit dem 13.12.2016 gilt die Pflicht zur Angabe bestimmter Nährwerte nach der Lebensmittelinformationsverordnung. Der (ZV) hatte sich eigenen Angaben zufolge seit Jahren dafür eingesetzt, hier eine Ausnahme für handwerklich produzierende Bäckereien zu erreichen, was durch eine Vorschrift in Anhang V Nr. 19 LMIV erreicht wurde (siehe ABZ 23/2016).

Während gerade im vergangenen Jahr vielfach Uneinigkeit über die Auslegung dieser Ausnahme bestand, sei der ZV bei seiner Position geblieben, die nach seiner Meinung auch dem Willen des europäischen Gesetzgebers widerspiegelt: Das Handwerk ist von der Nährwertdeklarationspflicht ausgenommen.

Nunmehr bestätige auch die anlässlich des Geltungsbeginns der Deklarationspflicht diese Auffassung, erklärt der Verband in einer Pressemeldung und verweist auf eine entsprechende Website. Dort steht: „[…] Einige Lebensmittel sind von der ausgenommen. […] Auch verpackte Lebensmittel, die unmittelbar vom Hersteller an die Verbraucher verkauft werden, zum Beispiel Adventsplätzchen von einer Konditorei, brauchen keine Nährwertkennzeichnung.“ Nährwertkennzeichnung

Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, , zeigt sich zufrieden: „Endlich ringt sich die Politik zu dieser seit Langem geforderten Klarstellung durch. Sie zeigt, dass als Voraussetzung der Direktverkauf vom Hersteller an den Verbraucher, wie er im Bäckerhandwerk typisch ist, ausschlaggebend ist und nicht die Filial- oder Mitarbeiterzahl. Von Letzterem findet sich auch weit und breit nichts in der Verordnung.“

Auch , Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks, kommentiert: „Es freut mich sehr, dass unsere Auffassung auch von offizieller Seite geteilt wird. Die Angabe von Nährwerten innerhalb enger Toleranzgrenzen ist für eine handwerklich produzierende Bäckerei – vor allem über mehrere Chargen hinweg – auch schlichtweg nicht möglich.“

Die Branche sieht die Einführung einer Hygieneampel beziehungsweise eines Hygienebarometers im Zusammenhang mit der Lebensmittelkontrolle kritisch.
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