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Keine klare Richtung

Die CSU hat in Fragen der Gentechnik unterschiedliche Haltungen.  (Quelle: Kauffmann)+
Die CSU hat in Fragen der Gentechnik unterschiedliche Haltungen. (Quelle: Kauffmann)

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Gentechnik

Die CSU verspricht gentechnikfreie Landwirtschaft. Zeitgleich unterstützt sie im Bundestag die Zulassung einer gentechnisch veränderten Maissorte.

München (abz). Nach dem Willen der bayerischen Staatskanzlei bleibt Bayern gentechnikfrei. Das hat sie jetzt in ihrem Antwortschreiben auf den offenen Brief der klargestellt. Anlässlich der Grünen Woche in Berlin hatte die Münchner Traditionsbäckerei den bayerischen Ministerpräsidenten aufgefordert, sich auf EU-Ebene nachdrücklich gegen in der Landwirtschaft auszusprechen. In einem persönlichen Schreiben an Nicole Stocker, Geschäftsführerin der Hofpfisterei, unterstützt die Staatsregierung außerdem das Selbstbestimmungsrecht der Regionen bei der Ablehnung des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen. Wie die Bäckerei in einer Pressemeldung schreibt, scheint das Versprechen bis zur CSU-Landesgruppe im Bundestag nicht durchgedrungen zu sein. Am Freitag verhinderte sie gemeinsam mit der CDU und der SPD das Zulassungsverbot der gentechnisch veränderten „Maislinie 1507“. Nach dem Willen der Grünen sollte sich die Bundesregierung in der EU gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Mais aussprechen. „Ich weiß nicht, was ich vom Abstimmungsverhalten der CSU im Bundestag halten soll“, sagt Nicole Stocker verwundert. „Das steht komplett im Widerspruch zum Brief der Staatskanzlei.“ Die Hofpfisterei werde ihren Widerstand gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel weiterführen.

Nicole Stocker sieht die Gefahr des Wettbewerbsnachteils und der Verbrauchertäuschung.
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