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Karenzzeit für bayerische Bäcker

Seit Dezember vergangenen Jahres müssen  auch bei loser Ware die Allergene gekennzeichnet werden.  (Quelle: Fotolia/Nik_Merkulov)+
Seit Dezember vergangenen Jahres müssen auch bei loser Ware die Allergene gekennzeichnet werden. (Quelle: Fotolia/Nik_Merkulov)

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Allergenkennzeichnung

Bei der Kennzeichnungspflicht von Allergenen in loser Ware hat man sich im Freistaat auf eine pragmatische Lösung geeinigt.

München (abz). In Bayern erfolgt die Umsetzung der seit dem 13. Dezember 2014 vorgeschriebenen Kennzeichnung der Allergene bei loser Ware in pragmatischer Weise. Dies hat das Bayerische für Umwelt und Verbraucherschutz dem Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk als Antwort auf eine diesbezügliche Eingabe mitgeteilt.

Der Verband hatte schriftlich an Verbraucherschutzministerium Ulrike Scharf appelliert, aufgrund des sehr späten Erlasses der Umsetzungsverordnung für eine gewisse Übergangszeit von einer Ahndung etwaiger Verstöße abzusehen. Dieses Anliegen hatte er zusätzlich im Rahmen des Runden Tisches vorgebracht, den das Verbraucherschutzministerium am 12. Dezember 2014 zum Thema durchgeführt hat.

„Das Ergebnis der Gespräche und Beratungen gibt den Betrieben eine dringend notwendige Karenzzeit. Die für den Vollzug zuständigen Behörden werden in der Anfangsphase von Sanktionen absehen und stattdessen über die neuen Kennzeichnungsverpflichtungen informieren und angemessene Fristen zur Umsetzung einräumen“, heißt es in einer Pressemeldung des Verbands

„Mit dieser pragmatischen Lösung ist die Bayerische Staatsregierung unseren Wünschen nachgekommen – das verschafft unseren Betrieben nach dem arbeitsreichen Weihnachtsgeschäft etwas Luft“ – lobt Landesinnungsmeister das Entgegenkommen des Ministeriums.

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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

  • Thomas Hackner, Gaimersheim 03.02.2015 um 16:48

    Betreff: Falsche Ausrede Interessant ist, dass bis auf die Frage in welcher Form (Kladde, Preisschild, elektronisch) die Kennzeichnung festzuhalten ist, der Inhalt doch schon längst bekannt war!
    Alle Bäcker, die die Kennzeichnung noch nicht haben, waren einfach wieder mal viel zu spät dran oder haben das Thema nicht ernst genommen!
    Einige Backmittelfirmen boten sogar schon Mitte 2014 Tabellenvorlagen für die Kennzeichnung an, man musste sich nur rechtzeitig hinsetzen, seine Rezepte und Rohstoffe durchlesen und mit dem Bleistift ein Kreuzchen machen!

    Wozu also die Panikmache?
    Ob das Ganze sinnvoll ist, oder nicht, sei dahingestellt!
    Aber jeder, der Dezember 2014 noch nicht fertig war, hat ganz allein selbst versemmelt!