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Insolvenzen bedrohen 1000 Arbeitsplätze

Die Jalousien bleiben unten: Die Bäckerei Brede hat geschlossen. (Quelle: Zerhau)+
Die Jalousien bleiben unten: Die Bäckerei Brede hat geschlossen. (Quelle: Zerhau)

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Sondermann ist nach 2011 zum zweiten Mal in Schieflage geraten / Bäckerei Brede stellt die Produktion ein

Drolshagen/Gudensberg (aram). Rund 1000 Arbeitsplätze sind durch die von zwei Backbetrieben gefährdet und in einem Fall bereits weggebrochen: Hoffnung besteht noch für die rund 800 Mitarbeiter von sechs Tochterfirmen der Brot-Management GmbH im nordrhein-westfälischen Drolshagen, während die Bäckerei Brede in der hessischen Kleinstadt Gudensberg die Produktion bereits eingestellt hat.

Zweite Insolvenz

innerhalb von sieben Jahren

Sondermann hat nach 2011 erneut einen Antrag auf vorläufige Insolvenz gestellt. Zum Insolvenzverwalter hat das Gericht den Rechtsanwalt bestellt, der bereits vor sieben Jahren die Aufgabe hatte, das Unternehmen aus der Krise zu führen.

Um einen Fortbestand des Unternehmens und damit der damals 1000 Arbeitsplätze zu sichern, hatte das Finanzamt Olpe der Firma Steuern erlassen, die Gemeinden mit Sondermann-Filialen hatten auf Gewerbesteuern verzichtet. Als Investor war 2012 die Industrieholding „Lafayette“ eingestiegen.

Für die aktuelle Schieflage macht das Unternehmen die Hitzewelle, verbunden mit Grillverboten und absehbar steigenden Rohstoffkosten mitverantwortlich. Das habe zu bislang nicht gekannten Umsatzrückgängen geführt. Ziel des Insolvenzverfahrens sei, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Dafür ist es in der Bäckerei Brede zu spät. Nachdem vor knapp zwei Wochen Übernahmegespräche zwischen Insolvenzverwalter und der GmbH scheiterten, hat das Unternehmen die Produktion eingestellt. Betroffen sind mehr als 150 Mitarbeiter.

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