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Kronenbrot soll saniert werden

Die Kronenbrot KG sucht einen Investor. Die bisherigen Produkte soll es auch künftig geben.   (Quelle: Archiv/Kauffmann)+
Die Kronenbrot KG sucht einen Investor. Die bisherigen Produkte soll es auch künftig geben. (Quelle: Archiv/Kauffmann)

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Insolvenz

Das Insolvenzverfahren über die Großbäckerei ist eröffnet worden. Investoren zeigen laut Insolvenzverwalter reges Interesse.

Aachen/Würselen (abz). Ende April 2016 hat die Kronenbrot KG Franz Mainz mit Sitz in Würselen einen Insolvenzantrag gestellt. Jetzt hat das zuständige Amtsgericht das Verfahren eröffnet. , der bisherige Sachwalter, ist zum bestellt worden. Der bisher als Sachwalter agierende Rechtsanwalt Mark Boddenberg werde nun zusammen mit Geschäftsführer Lothar Mainz die fortführen und weitere Sanierungsmaßnamen umsetzen, heißt es in eine Pressemeldung.

Ziel sei es, einen Investor zu finden, der Kronenbrot im Zuge einer übertragenden übernimmt. Bisher hätten zahlreiche Investoren ihr Interesse bekundet. Deshalb zeigt sich der Insolvenzverwalter zuversichtlich, das Unternehmen veräußern zu können.

Der Geschäftsbetrieb in den Produktionsstätten in Würselen, Köln und Witten liefen unverändert weiter. Die Auftragslage sei stabil und Personalmaßnahmen seien derzeit nicht geplant, wird in der Pressemeldung erklärt. Mit verschiedenen Einsparmaßnahmen sei man auf Sanierungskurs.

„Das Traditionsunternehmen ist durch erhebliche Preissteigerungen bei den Rohstoffen, wie etwa bei Mehl, sowie aufgrund eines hohen Margen- und Wettbewerbsdrucks in die roten Zahlen gerutscht. Trotz jahrelanger stabiler Absatzzahlen führte die geringe Profitabilität in die Verlustzone und schließlich zum Insolvenzantrag“, so die Erklärung für die Schieflage.

Kronenbrot produziert vor allem Mischbrot, Vollkornbrot, Toastbrot, Feinbackwaren und Stollen, die hauptsächlich über Schwesterunternehmen an den Einzelhandel verkauft werden. In den drei Produktionsstandorten arbeiten rund 1200 Mitarbeiter. Die Großbäckerei erwirtschaftet jährlich rund 150 Mio. Euro Umsatz.

Nicht schön, aber häufig unumgänglich: die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
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