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Frischback in Schieflage

Frischback will sich über ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung Sanieren. (Quelle: Fotolia)+
Frischback will sich über ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung Sanieren. (Quelle: Fotolia)

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Der Großfilialist mit Sitz in Thüringen hat ein Sanierungsverfahren in Eigenverantwortung beantragt.

 Arnstadt (abz). Die FrischBack GmBH mit Sitz Arnstadt (Thüringen) ist in finanzieller Schieflage und hat jetzt beim Amtsgericht Gera Anträge auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung gestellt, wie einer Pressemeldung der der damit betrauten Beratungs- und Sanierungsgesellschaft zu entnehmen ist.

Die FrischBack-Gruppe ist ein Thüringer Bäcker mit rund 130 Filialen und insgesamt über 800 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehört auch die Arnstädter Landbrotbäckerei, die Back- und Konditoreiwaren für die FrischBack GmbH produziert. Der dritte Unternehmenszweig ist die Backspezialitäten GmbH, die Filialen sowie Bistros vermietet und Back- und Handelswaren aller Art vertreibt. Die Gruppe erwirtschaftet einen Umsatz von 35 Mio. Euro.

„Wir haben in den vergangenen Jahren in Millionenhöhe in unsere Filialen und Produktion investiert. Doch der hohe Kapitaldienst für die Investitionskredite und die gestiegenen Personalaufwendungen, wie die Erhöhung des Mindestlohnes in diesem Jahr, haben zu einem Liquiditätsengpass geführt“, erklärt Alfred J. Heyl, Geschäftsführer der frischBack GmbH, die derzeitige wirtschaftliche Lage. Mit einem Eigenverwaltungsverfahren will er nun das Filialgeschäft sowie die beiden Produktionsstandorte in Arnstadt und Schmalkalden nachhaltig sanieren.

„Ziel des Verfahrens ist es, unsere Unternehmen fortzuführen und die Arbeitsplätze zu sichern. Alle Filialen und Großkunden werden weiter beliefert. Unsere Kunden werden das Eigenverwaltungsverfahren nicht bemerken, da unsere Lieferfähigkeit in der gewohnten Qualität und Pünktlichkeit sichergestellt ist“, sagt Heyl.

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