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Frischback erneut in der Krise

Mit einem Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung will sich Frischback sanieren. (Quelle: Shutterstock/Tashatuvango)+
Mit einem Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung will sich Frischback sanieren. (Quelle: Shutterstock/Tashatuvango)

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Experten sollen den Großfilialisten zurück in die Zahlungsfähigkeit führen.

Arnstadt (abz). Der Großfilialist aus Arnstadt hat erneut einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt, dem das Amtsgericht Erfurt gefolgt ist. Bereits im Sommer 2017 war das Unternehmen, das aktuell 103 Filialen betreibt und 700 Mitarbeiter in den Verkaufsstellen sowie an den drei Standorten in Erfurt, Arnstadt und Schmalkalden beschäftigt, in finanzielle Schieflage gerutscht. Die Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld für die nächsten drei Monate gesichert. Danach will das Unternehmen wieder selbst die Zahlungen übernehmen.

Als Begründung für die Zahlungsschwierigkeiten gibt ein Sprecher von Frischback an, dass der Betrieb besonders stark vom Umsatzrückgang durch den vergangenen Hitzesommer betroffen gewesen sei. Außerdem sei die fürs Frühjahr 2018 geplante Zusammenführung der Produktion und Logistik an einem neuen Standort in Erfurt ins Stocken geraten, die erhofften Kosteneinsparungen somit noch nicht eingetreten.

Erstes Insolvenzverfahren als Basis fürs zweite

Zeitgleich mit dem erneuten Sanierungsweg werden die Branchenexperten Josef Reindl und Nico Rath die Sanierung der Arnstädter Bäckereikette begleiten. Damit soll Geschäftsführer Alfred Heyl entlastet werden, der sich künftig mehr auf seine Aufgabe als Gesellschafter konzentrieren wird. Reindl führte 30 Jahre lang die Hasi-Bäckerei mit 21 Filialen, die er im Mai 2018 verkaufte.  Rath war bis vor kurzem für die Gesellschafter der Harald Fuchs Bäckerei in Bamberg tätig und mehrfach als Krisenmanager fungiert.

Im April 2018 hatte Frischback das erste Insolvenzverfahren verlassen. „Die damals entwickelten Sanierungsmaßnahmen waren richtig und sind auch weiterhin die Basis für die weiteren Schritte. Sicherlich wird es noch Anpassungen geben, um den Umzug nach Erfurt schnellst möglich abzuschließen. Darüber hinaus steht der Vertrieb bei mir ganz oben auf der Agenda“, so Reindl.

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