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Innovationen gewürdigt

Rainer Braunwarth erhielt den Staatspreis für seine Zentrofanmühle, die auf der Internationalen Handwerksmesse zu sehen war.  (Quelle: Eberhardt)+
Rainer Braunwarth erhielt den Staatspreis für seine Zentrofanmühle, die auf der Internationalen Handwerksmesse zu sehen war. (Quelle: Eberhardt)

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Staatspreise für beispielhafte Messe-Aussteller

Bereits seit 1952 verleiht das Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie den mit 5000Euro dotierten Bayerischen Staatspreis für hervorragende, auf der Internationalen Handwerksmesse München präsentierte handwerkliche Leistungen. Unter den 22 Preisträgern befinden sich in diesem Jahr auch Handwerker aus Australien, Südkorea und Japan.

Insgesamt macht die Liste aber die Innovationskraft deutscher Handwerke deutlich. Wirtschaftsminister Erwin Huber: „Auch im Handwerk gilt es mehr denn je, die Herausforderungen der Zukunft offensiv und innovativ anzugehen. Die Preisträger des Bayerischen Staatspreises sind mit ihren beeindruckenden Ideen und ihren herausragenden Leistungen im formgestaltenden wie im technischen Handwerk ausgezeichnete Vorbilder. Sie sind als Mutmacher und Vorbild für andere Handwerksbetriebe unverzichtbar“. Zu den neuen Staatsehrenpreisträgern gehören auch der Ofenbauer Heuft aus Bell/Eifel sowie der Mühlenbauer Braunwarth aus Überlingen.

Der Handwerksberuf des Ofenbauers ist wesentlich für die Kultur des Backens. Ausgestellt wurde die neueste Entwicklung von Heuft, ein Thermo-Roll-Ofen, in der Sonderschau „Exempla“ in Halle A1. Hier stellte der mehrfach ausgezeichnete Bio-Bäcker Anton Gürtner, Oberroth, Brot, Semmeln und Brezeln her. Heuft ist der älteste Ofenbauer Deutschlands, der bereits seit 1840 Bäckereien mit Öfen versorgt. Der Mühlenbauer Rainer Braunwarth erhielt den Staatspreis für seine Zentrofanmühlen zum Mahlen von Vollkornmehl. Die Mühle ist u.a. in der Stuttgarter Bäckerei Hafendörfer im Einsatz.

Mit der Preisverleihung wird das große Leistungs-, Innovations- und Problemlösungspotenzial in allen Bereichen des Handwerks gewürdigt. Das Handwerk ist ein wichtiger Motor für die praxisgerechte Umsetzung neuer Technologien in Produkte und Leistungen, so der Wirtschaftsminister. Mit einem Anteil von 9 Prozent am Bruttoinlandsprodukt, 14 Prozent bei den Erwerbstätigen und sogar 34 Prozent bei den Auszubildenden seien die Handwerksbetriebe in Bayern ein starker Wirtschaftsfaktor.

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