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In Zukunft zahlt der Kunde kontaktlos

Kontaktloses Bezahlen gewinnt an Bedeutung. (Quelle: Shutterstock/ivan_kislitsin)+
Kontaktloses Bezahlen gewinnt an Bedeutung. (Quelle: Shutterstock/ivan_kislitsin)

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Eine Allensbach-Studie hat das Bezahlverhalten untersucht. Noch zahlen die Deutschen traditionell.

Berlin (abz). Beim Bezahlen vertrauen die Bundesbürger auf Bewährtes. Das zeigt eine Allensbach-Studie im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme, bei der 1192 Personen ab 16 Jahren befragt wurden. So erachten fast drei Viertel der Bevölkerung die kontaktbehaftete Bezahlung mit PIN-Eingabe per als sicher.

Die Girocard ist

beliebt wie Bargeld

Die Bedeutung der Kartenzahlung ist in Deutschland fest etabliert: Der weitaus größte Teil der Bevölkerung hierzulande, 94 Prozent, verfügt über eine Girocard. Die Debitkarte ist somit Deutschlands weitverbreitetstes elektronisches Zahlungsmittel.

Digitale Vorreiter sind die 30- bis 44-Jährigen: In diesem Alterssegment zückt eine relative Mehrheit an der Kasse generell lieber Karte statt Bargeld (49 Prozent). 31 Prozent der Bundesbürger bezahlt bereits grundsätzlich lieber mit Karte als mit Scheinen und Münzen.

Die Kartenzahlung genießt bei den Bürgern hohes Vertrauen: So erachten 73 Prozent der Befragten die kontaktbehaftete Bezahlung per girocard und PIN-Eingabe als sicher.

Neben dem Sicherheitsaspekt setzen die Bürger bei der bargeldlosen Bezahlung an der Kasse auch auf andere Eigenschaften: Grundsätzlich assoziiert eine Mehrheit der Bevölkerung die heimische Debitkarte mit Modernität (70 Prozent), Komfort (54 Prozent) und Flexibilität (50 Prozent).

Attribute, die auch auf Bezahlinnovationen, wie das kontaktlose Bezahlen, zutreffen. Schließlich entfällt etwa bei der Bezahlung mit Girocard kontaktlos unter 25 Euro in der Regel die PIN-Eingabe. Der Kassengang wird dadurch komfortabler: Laut einer GfK-Messung dauert die Bezahlung im Schnitt elf Sekunden.

Die Smartphone-Nutzung

trifft auf Zurückhaltung

Manche Bundesbürger zeigen sich in Hinblick auf Neuerungen in der Bezahllandschaft gegenwärtig jedoch noch zurückhaltend. Im internationalen Vergleich gelten die Bürger hierzulande – in Bezug auf moderne Bezahlverfahren – bisher als traditionell veranlagt.

So ist es wenig überraschend, dass eine Mehrheit, angesprochen auf die Sicherheit unterschiedlicher Bezahlsysteme, sich sorgt, dass Kriminelle durch Schadsoftware oder Viren Zugriff auf das Smartphone und damit die Bankdaten oder auf die im Gerät hinterlegte digitale Bankkarte bekommen könnten.

Insbesondere die jüngere Generation ist offen für neue Technologien. Sie zeigt überdurchschnittliches Interesse an Bezahlinnovationen.

Die junge Generation

ist innovativer

Für jeden zweiten Inhaber einer Girocard im Alter unter 30 Jahren käme die Bezahlung mit dem Smartphone in Frage (52 Prozent). „Obwohl es in allen Altersgruppen noch Vorbehalte gibt, zeigt die Innovationsbereitschaft der jüngeren Generation, dass Bezahlinnovationen in Zukunft zur gelebten Tradition werden können" sagt Werner Süßlin vom Allensbach-Institut.

Das Neue wird

zur Tradition werden

Eine Trendwende, auf die auch die Deutsche Kreditwirtschaft reagiert: Sie startete in diesen Sommer den nationalen Roll-Out des kontaktlosen Bezahlens mit dem Smartphone und ebnet so den Weg dafür, dass der digitale Entdeckergeist die alten Bezahlgewohnheiten schlagen könnte.

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