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Kontrolleure gegen Plattform

Auch wenn alles sauber zugeht, mit „Topf Secret“ steigt die Gefahr der Denunziation.   (Quelle: Foto: ABZ/Archiv)+
Auch wenn alles sauber zugeht, mit „Topf Secret“ steigt die Gefahr der Denunziation. (Quelle: Foto: ABZ/Archiv)

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Hygiene

Der Bundesverband hält nichts von Foodwatchs „Topf Secret“. Das hat Gründe.

Berlin (abz). Die Foodwatch und die Transparenz-Initiative FragDenStaat stoßen mit ihrer Online-Plattform „Topf Secret“ nicht nur bei der Gastronomie und den Bäckern auf Widerstand. Jetzt hat sich der Bundesverband der Lebensmittelkontolleure Deutschlands (BLVK) eingeschaltet. Unter dem Motto: Desinformation durch Überinformation sollte in jedem Fall vermieden werden.

In einem aktuellen heißt es außerdem: „Zusammenfassend teilen wir mit, dass die vorgesehene Verbraucherplattform ‚Topf Secret‘ nicht benötigt wird.“ Die zuständigen Stellen veröffentlichen bereits wieder Hygieneverstöße aufgrund des einschlägigen § 40 Abs. 1 a Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB).

Jeder Verbraucher könne Anfragen bei den Behörden stellen. Zuständig sei immer die staatliche Stelle, die über die jeweiligen Informationen verfügt. Bei Lebensmitteln ist das in der Regel die örtliche Lebensmittelaufsichtsbehörde des Landkreises oder der kreisfreien Stadt, in der sich zum Beispiel die Bäckerei, Eisdiele, Brauerei oder der Gastronomiebetrieb befinden.

Veröffentlichungen dürften nur seitens der Landesbehörden in den gesetzlich festgelegten Grenzen und unter Beachtung der hohen verfassungsrechtlichen Hürden erfolgen. „Dies bedeutet, dass durch Behörden festgestellte Verstöße rechtssicher im Internet veröffentlicht werden, befristet für sechs Monate.“

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