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Bußgeld zu Unrecht erhoben

Verunreinigte Schwarzwälder Kirschtorten waren das Thema am Kölner Amtsgericht. (Quelle: pixabay.com/ Couleur)+
Verunreinigte Schwarzwälder Kirschtorten waren das Thema am Kölner Amtsgericht. (Quelle: pixabay.com/ Couleur)

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Lebensmittelkontrolleure transportierten Sahnetorten ins Labor, auf denen dann Keime festgestellt wurden. Ein Richter hat das Verfahren jetzt eingestellt.

Köln (abz). Mitarbeiter des Kölner Gesundheitsamtes hatten bei einer Lebensmittelkontrolle zu hohe Werte von Umweltkeimen auf zwei Schwarzwälder Kirschtorten festgestellt. Die Keime seien zwar nicht gesundheitsgefährdend, dennoch würden sie einen Verstoß darstellen, und so wurde ein Bußgeld gegen den herstellenden Betrieb erhoben. Dieser habe Einspruch eingelegt. Die Kontrolleure hätten die Torten unsachgemäß zum transportiert. Die Tortenschlacht sei vor Gericht gelandet, berichtet express online.

Die Lebensmittelkontrolleure hätten die Torten nachweislich unverpackt auf dem Rücksitz ihres Dienstwagens zur Untersuchung ins Labor gebracht. Der Anwalt der Bäckerei sagte dazu gegenüber der Zeitung: „Wir wissen ja nicht, ob auf dem Rücksitz auch mal ein Hund gesessen hat.“

Wegen des gravierenden Fehlers im Umgang mit den Proben habe es sogar eine Beschwerde aus dem Labor gegeben. Die Kontrolleure hätten die Proben vorschriftsmäßig in Hygieneboxen transportieren müssen.

Der Richter am Kölner Amtsgericht habe sodann eine „goldene Brücke“ angeregt. Die Bäckerei habe mit Hilfe des Instituts Fresenius seine Arbeitsschritte begleiten und optimieren lassen. Das Verfahren wurde letztlich wegen Fehlverhaltens der Kontrolleure eingestellt. So musste der Betrieb das Bußgeld nicht mehr zahlen.

 

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