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Fipronil nachgewiesen

Im vergangenen Spätsommer sind europaweit Eier zurückgerufen und vernichtet worden. (Quelle: Archiv/Kauffmann)+
Im vergangenen Spätsommer sind europaweit Eier zurückgerufen und vernichtet worden. (Quelle: Archiv/Kauffmann)

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Hühnereier

Nach dem Lebensmittelskandal im vergangenen Sommer hat nun das Bundesamt für Verbraucherschutz seine Untersuchungsergebnisse vorgestellt.

Berlin (abz). Durch die illegale Anwendung eines fipronilhaltigen Schädlingsbekämpfungsmittels mussten im vergangenen Spätsommer europaweit Eier zurückgerufen und vernichtet werden. In diesem Zuge wurden auch Lebensmittel, in denen Eier verarbeitet wurden, wie beispielsweise Nudeln, Mayonnaise oder , von den deutschen Überwachungsbehörden untersucht.

Die vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlichten Untersuchungsergebnisse zeigten, dass in 116 der 903 Proben von Fipronil nachgewiesen wurden. Sämtliche gemessene Fipronilgehalte lagen jedoch deutlich unterhalb der Konzentration, die vom (BfR) als gesundheitlich bedenklich angesehen werde.

Von August bis Oktober 2017 wurden laut BVL insgesamt 903 Proben verarbeiteter Produkte mit einem hohen Eigehalt von den Überwachungsbehörden in den Bundesländern auf Fipronil untersucht. Die Proben, unter anderem Spätzle, Eierkuchen, Eierplätzchen, Eierlikör und Mayonnaise, wurden sowohl bei Herstellern als auch im Einzelhandel genommen.

In 116 Proben (13 %) konnten dabei Fipronilrückstände nachgewiesen werden. In der Kategorie Halbfertigerzeugnisse, unter die auch Erzeugnisse wie Eipulver oder Flüssigei fallen, wurde der höchste Anteil an Proben mit Fipronilnachweis gemeldet (25 % der Proben).

Diese Erzeugnisse werden in der Regel noch weiter verarbeitet. Bei alkoholischen Getränken (z. B. Eierlikör) konnten in 17 Prozent der untersuchten Proben Rückstände von Fipronil ermittelt werden.

Anders als bei den Primärprodukten Eier und Geflügelfleisch existiert für verarbeitete Produkte kein gesetzlicher Höchstgehalt für Fipronil-Rückstände. Vielmehr ist eine Umrechnung auf die in dem jeweiligen Produkt eingesetzte Ei-Menge notwendig.

Im vergangenen Spätsommer sind europaweit Eier zurückgerufen und vernichtet worden.
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