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Heuschrecken gefragt

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Unter Wert kaufen, plündern, wegwerfen. Investoren haben ja bekanntlich nicht den allerbesten Ruf. Im schlimmsten Fall sind sie als Heuschrecken verschriehen, die sich über ein angeschlagenes Unternehmen hermachen, es kurzerhand zerlegen und die Filetstücke gewinnbringend verwerten.

Ein Schicksal, das dem Bäckerhandwerk meines Wissen bisher erspart geblieben ist. Einerseits, weil manche Unternehmen diesbezüglich keine Hilfe brauchen und sich schon selbst zerlegen, andererseits, weil Investoren wissen, dass das Backwarengeschäft ein hartes Brot ist.

Das ist eine Herausforderung für echte Männer – und Frauen. Mit ein bisschen Zahlenjonglage und einfallslosem Kostensenken ist es nicht getan. Investoren wissen genau, dass es häufig besser ist, die Finger von der Bäckerei zu lassen, bevor sie sich am Stikkenofen verbrennen. Wie kommt es dann, dass es doch Kontakte zwischen Bäckern und Investoren gibt? Die pure Not macht’s möglich.

Bäcker finden keinen Nachfolger oder Käufer, der ihr Lebenswerk erfolgreich weiterführt – und dafür anständig bezahlt. Und es hat sich herumgesprochen, dass nicht alle Investoren Heuschrecken sind. Beziehungsweise, dass gute Heuschrecken gefragt sind. In Form von oder Beteiligungskonzepten, die auch kleineren Betrieben eine Zukunftschance bieten können.

Allerdings sollte man sich darüber bewusst sein, dass Investoren keine Betriebsruine retten – mit Investitionsstaudamm, um den schon potenzielle Nachfolger und auch der Insolvenzverwalter einen großen Bogen gemacht haben.

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