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Handeln statt jammern

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Kommentar

Nach jahrelangem Hin und Her ist sie kurz vor Weihnachten vom Bundeskabinett nun doch beschlossen worden: Die als nationale Reduktionsstrategie bezeichnete „Verordnung auf freiwilliger Basis“ folgt den Forderungen von Verbraucherschutzverbänden, die Anteile von Fett, Zucker und Salz in Lebensmitteln spürbar zu senken.

Mit großer Medienresonanz haben diese Verbände immer wieder Studien dazu vorgelegt, dass die Ernährungsindustrie durch gezielte Überdosierung von „billigem“ Fett, Zucker und Salz bei der Lebensmittelherstellung einen wesentlichen Anteil an der Übergewichtigkeit der Bevölkerung habe.

Diesem Druck kann sich die politische Führung auf Dauer nicht entziehen, und eine erste Reaktion ist nun diese Reduktionsstrategie. Sie könnte der Auftakt sein für weitere Maßnahmen wie die immer wieder angesprochene Lebensmittelampel, denn die ist mit der Reduktionsstrategie ja nicht vom Tisch.

Zu denken gibt, dass das Bäckerhandwerk darin neben Erfrischungsgetränke- und Cerealienherstellern direkt angesprochen wird. Heißt – die Bäcker stehen im .

Der Zentralverband wiegelt zwar verbal ab und spricht bei der Reduzierung von Salzspitzen von einer „Beteiligung der Bäcker auf freiwilliger Basis“. Aber diese Sprachregelung lässt Bäcker in dem Glauben, es wird sicher nicht so schlimm kommen wie angekündigt.

Aber diese Denke führt auf den Holzweg. Spätestens wenn im Herbst dem Ministerium ein erster Bericht vorliegt und wenige bis keine Änderungen bei Salzgehalten im Brot festgestellt wurden, wird es richtig ernst werden. Dann hilft Jammern nicht mehr.

Bericht auf Seite 5.

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