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Hacker entdecken Bäcker

Wenn beim Einschalten des PCs das Sperrbild einer Schad-Software erscheint, wird es teuer. (Quelle: Fotolia/Montage: Gugel)+
Wenn beim Einschalten des PCs das Sperrbild einer Schad-Software erscheint, wird es teuer. (Quelle: Fotolia/Montage: Gugel)

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Durch die Digitalisierung der Branche wird das Ausspionieren von Daten durch den Mitbewerber ebenso ein Thema wie der Schutz vor Erpresser-Software

Er arbeitete mit professioneller Bäckerei-Software, hatte seinen PC mit Schutzprogrammen gesichert und vertraute auf die Kenntnisse eines externen IT-Dienstleisters. Geschützt hat dieses Sicherheitspaket die Daten einer Bäckerei nicht: Eine legte das System lahm, ein Großteil der Daten verschwand auf Nimmerwiedersehen.

Ein Einzelfall oder häufig unterschätzte Gefahr, die jeden Betrieb treffen kann? IT-Experte Reiner Veit vom Software-Anbieter Compdata räumt zumindest mit der trügerischen Sicherheit auf, gezielte Hackerangriffe auf Betriebe wie eine Bäcker nach dem Motto „Das ist doch nichts zu holen“ seien unwahrscheinlich.

Veit: „Es gibt vieles, was für Mitbewerber interessant sein kann.“ Das Spektrum reiche von Mitarbeiterlöhnen über Mietverträge bis hin zu neuen Produktionsverfahren. Alleine der Zugriff auf Kundendaten könne einen Schaden von 100.000 Euro anrichten.

sei jedoch möglich. Dazu gehöre die Information der Mitarbeiter, Dateianhänge von E-Mails unbekannter Herkunft nicht zu öffnen ebenso wie die tägliche Sicherung von Daten.

„Man muss sich kümmern.“ Das sagt auch Michael Bartilla, Geschäftsführer des Innungsverbands Westfalen-Lippe. „Das Bäckerhandwerk steht mitten in der .“ Da seien die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen Pflicht.

Versicherungspolicen gegen Cyber-Angriffe sind auch bereits in der Planung – aber noch nicht marktreif. (aram)

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Feindliche Übernahme: Wenn PC-Systeme gehackt werden, bedeutet das immer den Verlust von Daten.
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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

  • Oliver Freund, Arnstadt 18.07.2017 um 21:03

    Betreff: Umfangreiche Versicherungslösungen durchaus vorhanden Ein unterschätztes Risiko sind nicht nur die Schäden, die von außen, sondern die, die von Mitarbeitern der Unternehmen verursacht werden können. Häufig werden diese Schäden unabsichtlich verursacht.

    Trotzdem können die Folgen immens sein: Neben dem Datenverlust spielen vor allem Erpressungsversuche, Strafverfolgungen nach §3 Abs. 7 BDSG als auch Reputations- und vor allem Betriebsunterbrechungsschäden eine große Rolle - ganz abgesehen von einem verminderten wirtschaftlichen Erfolg aufgrund eines Reputationsverlustes.

    Richtig ist, dass die Mehrzahl der deutschen Versicherer aktuell noch keine brauchbaren Lösungen parat haben. Es gibt allerdings schon einige wenige Spezialanbieter auf dem deutschen Markt, die seit vielen Jahren sowohl den Eigenschaden (z.B. IT-Forensik, Systemwiederherstellung, Betriebsunterbrechung) als auch Haftpflichtschäden (Datenschutz, Weitergabe von Viren) umfangreich absichern. Darüber hinaus werden Serviceleistungen angeboten, die zum einen ein sofortiges hochprofessionelles Krisenmanagement im Schadensfall als auch im Vorfeld vielfältige Lösungen anbieten, die das Risiko eines Schadeneintritts deutlich reduzieren. Gruß Oliver Freund