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Gute Manieren zählen auch im Handwerk

Fragen bringen weiter: Auszubildende Corinna Satt-
ler (rechts) im Gespräch mit Apostolia Papazoudi in der Bäckerei Frank. (Quelle: Thumm)+
Fragen bringen weiter: Auszubildende Corinna Satt- ler (rechts) im Gespräch mit Apostolia Papazoudi in der Bäckerei Frank. (Quelle: Thumm)

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Martin schlendert in die Backstube, spuckt seinen Kaugummi in den Mülleimer, knallt seinen Rucksack in die Ecke und nuschelt: „Morgen.“

Selbst dem unerfahrenen Berufseinsteiger wird in dieser Szene klar: Das ist nicht die Art von Benehmen, die im Betrieb Pflicht sein sollte.

Ein kleiner Ratgeber

für Einsteiger

Welches Verhalten das richtige ist und was für Gepflogenheiten beim zukünftigen Arbeitgeber herrschen, sollten in Erfahrung bringen und beachten.

Durch das Einhalten gewisser Regeln verschaffen sie sich Sicherheit im Umgang mit den Kollegen und treten nicht unnötig in Fettnäpfchen.

Einem Neuling werden gleich zu Beginn viele Kollegen vorgestellt. Ganz gleich ob aus derselben Abteilung oder nicht, grundsätzlich wird jede Person im Unternehmen gegrüßt. Dass hierbei Unterschiede gemacht werden sollten, beispielsweise beim oder beim Gesellen, ist ein Trugschluss. Die Begrüßung sollte bei jedermann gleich und zu jederzeit freundlich ausfallen.

Kleiderordnung und

Hygienestandards beachten

Die Berufsbekleidung ist in vielen Betrieben vorgegeben und zweckdienlich. Für die korrekte Pflege und den Umgang mit der Arbeitskleidung geben Firmen ihren Mitarbeitern Leitfäden an die Hand. Wie häufig die Kleidung gewechselt und gewaschen werden muss, aber auch Hinweise zur eigenen Körperhygiene sind darin enthalten.

Grundsätzlich sollte jedoch ein ordentliches und gepflegtes Äußeres sowie sauberes und hygienisches Arbeiten – nicht nur in Handwerksberufen – eine Selbstverständlichkeit sein.

Siezen oder duzen –

der Trend geht zum Du

Gutes Benehmen muss erlernt werden. Aber einen ureigenen Instinkt, was angemessenes Verhalten angeht, steckt in jedem Menschen.

So abgedroschen es somit klingen mag: „Behandele andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest“ – mit Respekt.

Dazu gehört auch, dass das Gegenüber nicht einfach geduzt wird, außer das ist im Unternehmen üblich und somit erwünscht.

„Ein Du öffnet der Schnoddrigkeit schneller Tür und Tor“, gibt Sabine Newrzella von der Bäckerei „Newzella“ in Köln zu Bedenken.

Die Nutzung eines Handys während der Arbeitszeit und das Aufladen elektronischer Geräte ist meist unerwünscht.

Das berge die Gefahr in sich, ständig abgelenkt zu sein, weiß Newrzella zu berichten. Zudem provoziere das unbeaufsichtigte Gerät Diebstähle, nicht nur von Externen wie Kunden, sondern auch von eigenen Mitarbeitern.

Zu guter Letzt empfiehlt es sich, den Arbeitsvertrag mitsamt Anlagen gut durchzulesen sowie sich über die eigenen Rechte und Pflichten zu informieren.

Oberstes Gebot:

Wer nicht fragt, bleibt dumm

Das einfachste Mittel, über betriebliche Leitfäden hinaus an Auskünfte heranzukommen, ist die Kommunikation.„Wer nicht fragt, bleibt dumm“, hieß es schon in der Kindersendung Sesamstraße.

Nachfragen hilft und wird vom Arbeitgeber auch gerne gesehen. Das zeigt Interesse am Betrieb und kann einen vor unangenehmen Fehlern bewahren.

Egal wie, jeder Neuling sollte seinen gesunden Menschenverstand einsetzen und immer dran denken: Arbeitgeber sind auch nur Menschen.

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