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Gut gewählt ist halb gerutscht

Das Unfallrisiko reduzieren – mit sauberen, rutschthemmenden und unbeschädigten Böden.  (Quelle: Foto: ABZ/Archiv)+
Das Unfallrisiko reduzieren – mit sauberen, rutschthemmenden und unbeschädigten Böden. (Quelle: Foto: ABZ/Archiv)

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Sicherheitstipp

Von Bodenbelägen kann eine stetige Unfallgefahr ausgehen – inklusive Ausfallzeiten der betroffenen Mitarbeiter. Entscheidende Maßnahmen mindern das Risiko.

Mannheim (bgn). Bei jedem dritten heißt es: gestolpert, ausgerutscht oder gestürzt. Solche Unfälle liegen seit Jahren an der Spitze der Unfallstatistik der (BGN). Zahlreiche Faktoren spielen alleine oder in Kombination eine Rolle.

Ganz vorne mit dabei sind beschädigte oder ungeeignete Bodenbeläge, verschmutzte Fußböden und untaugliches Schuhwerk. Nicht außer Acht gelassen werden dürfen aber auch Hektik, Stress und in der Folge mangelnde Aufmerksamkeit, wie die in einer Pressemeldung betont.

Rutschhemmend, leicht zu reinigen und eben – das seien die wesentlichen Anforderungen an Bodenbeläge in Gewerbebetrieben. Ganz wichtig, um die rutschhemmende Wirkung dauerhaft zu erhalten ist die richtige Pflege des Bodenbelags. Ausschlaggebend dabei ist das geeignete Reinigungsmittel, das zudem genau dosiert werden muss. Weniger ist dabei manchmal mehr.

Ebene Flächen ohne Beschädigungen

Dass Fußböden keine Stolperstellen haben dürfen, versteht sich von selbst. Beschädigte

Böden und Beläge, also zum Beispiel aufstehende oder gebrochene Fliesen, sollten schnell repariert, durchgetretene Gitterroste sofort Instand gesetzt werden. Absätze und Ausgleichsstufen, wenn sie sich schon nicht vermeiden lassen, müssen deutlich markiert werden (gelb-schwarz gesteift). Fußmatten, Läufer und Teppiche dürfen nicht wegrutschen oder Wellen schlagen, ihre Ränder nicht hochstehen.

Geeignete Schuhe

Arbeitsschuhe sollen rutschfeste Sohlen haben und den Fuß festen Halt bieten. Bequem müssen sie auch sein, denn schlecht sitzende oder unbequeme Schuhe sind auf Dauer nicht nur eine Qual – gestresste Füße sind auch anfällig für Fehltritte.

Die typischen Fallen:

- nasse, rutschige und verschmutzte Böden;

- zu glatte Bodenbeläge;

- lockere Fliesen, wackelnde Gitterroste;

- Fußmatten und Teppiche mit aufstehenden Ecken und Rändern;

- herumliegende oder im Weg stehende Gegenstände (Kabel, Kisten Eimer);

- vorstehende Schubladen;

- schlechte Beleuchtung, speziell an Treppen, Stufen, Fluren und in Abstellräumen;

- fehlende Gelände rund Haltegriffe

- ungeeignetes Schuhwerk;

- Hektik, Stress, Unachtsamkeit.

Hilfreiche Informationen:

BGN-Arbeitssicherheitsinformation ASi 4.40 „Unfallsichere Gestaltung von Fußböden“, ASi 9.50 „Vermeidung von Sturzgefahren“, Arbeitsstättenregel ASR A 1.5/1,2 "Fußböden"; DVD der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe.

Technische Telefonhotline der BGN: 0621 4456 3517

Nach einem Arbeitsunfall muss immer ein Durchgangsarzt aufgesucht werden.
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