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Gewalttätig gegen Lehrling?

Im Dachauer Amtsgericht soll die Wahrheit ans Licht gebracht werden. +
Im Dachauer Amtsgericht soll die Wahrheit ans Licht gebracht werden.

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Anklage

Es steht Aussage gegen Aussage. Ein Azubi ist laut Angaben seiner Betreuerin von seinem Meister mit einem Krapfenheber geschlagen worden.

Dachau (abz). Wer sagt die Wahrheit? Einst ist der 51-jährige Bäckermeister mit vorbildlicher Ausbildung im Handwerk ausgezeichnet worden. Nun soll er seinen mit einem 40 cm langen Krapfenheber aus Kunststoff gegen die Rippen geschlagen haben, sodass dieser einen großen Bluterguss erlitten hat. Zudem wird dem Bäcker die Beleidigung und Bedrohung des Auszubildenden zur Last gelegt.

Der Meister erhielt einen Strafbefehl in Höhe von über 5400 Euro. Durch dessen Einspruch kam es zur am Dachauer Amtsgericht. Laut dem online Nachrichtenportal Merkur sagte der Bäckermeister: „Ich habe den mit Sicherheit nicht geschlagen, wenn das wahr sein sollte, möchte ich tot umfallen.“ Er habe bis zu neun Auszubildende gleichzeitig in seinen zwei Bäckereien gehabt, Probleme habe es nie gegeben. Zudem beteuerte der Bäcker nach Angaben von Merkur Online: „Ich habe 30 Jahre keinen Lehrling angefasst“. Er beschrieb seinen Auszubildenden als schwierig und als jemanden, der viel Alkohol trank und Rauschgift nahm. Zu seiner Verteidigung sagte der junge Mann: „Ich habe angefangen zu trinken, damit ich die Schmerzen besser einstecken kann.“

Laut Merkur Online war der 19-Jährige bei den Verhandlungen nicht in der Lage, Aussagen zum Hergang zu machen. Stattdessen sprach seine Betreuerin. Derzeit ist er stationär in einer Einrichtung für psychisch Erkrankte untergebracht. Sie ist sich sicher: „Die Erlebnisse in dem Betrieb waren für ihn absolut traumatisierend, das Trauma hat er bis heute nicht aufgearbeitet“. Mittlerweile hat der 51-Jährige seine beiden Bäckereien aufgegeben.

Die Verhandlung wird fortgesetzt, sobald der 19-Jährige in der Lage ist, sich zum Vorfall zu äußern. Fazit des Bäckermeisters: „Ich bin heute richtig enttäuscht worden.“

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