ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Noch schlechtere Prognose

Die Getreideernte ist in diesem Jahr früher angelaufen und bringt schlechte Erträge.  (Quelle: Archiv/Wolf)+
Die Getreideernte ist in diesem Jahr früher angelaufen und bringt schlechte Erträge. (Quelle: Archiv/Wolf)

Weitere Artikel zu


Getreideernte

Die Erwartungen an die deutsche Getreideernte 2018 wurden im Juli nochmals drastisch gesenkt.

Berlin (abz). Die diesjährige wird mit 41,4 Millionen Tonnen auf den niedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre prognostiziert. Das teilte der Deutsche Raiffeisenverband e.V. (DRV) mit. Besonders schlecht sehe es bei Weizen, Wintergerste und Roggen aus.

Das bereits unterdurchschnittliche Vorjahresergebnis von 45,5 Millionen Tonnen Getreide wie auch der langjährige Durchschnitt von knapp 48 Millionen Tonnen würden dieses Jahr weit verfehlt. Grund für das schlechte Ergebnis sei die große im Norden und Nordosten des Landes, die zu erheblichen Einbußen bis hin zu Totalausfällen geführt habe. Im Westen und Süden des Landes sei die Situation in der Summe zwar deutlich besser, allerdings würden auch dort die durchschnittlichen Erträge der vergangenen Jahre oftmals nicht erreicht.

Für viele Landwirte in den Dürregebieten weite sich das bisherige Ernteergebnis zusehends zu einer existenzbedrohenden Krise aus, zumal auch das Vorjahr schon keine gute Ernte gebracht hat. „Etliche Mitglieder unserer Genossenschaften sind teilweise dringend auf staatliche Hilfen angewiesen“, stellt DRV-Hauptgeschäftsführer Henning Ehlers fest. Entwarnung gibt er mit Blick auf Brot- und Brötchenpreise: „Der Anteil des Getreidepreises am beträgt nur wenige Prozent“, erläutert Ehlers weiter.

Die Ernte habe in diesem Jahr im Schnitt mindestens zwei Wochen früher begonnen und schreite zügig voran. Die Wintergerste sei in weiten Teilen Deutschlands gedroschen. Der Verband erwartet derzeit 7,9 Millionen Tonnen (-12 % zum Vorjahr). Der Roggen wird gegenwärtig mit 2,6 Millionen Tonnen prognostiziert (-5,2). Die Weizenernte ist mittlerweile in vielen Regionen des Landes angelaufen. Hier geht der Raiffeisenverband von einer Gesamtmenge in Höhe von 21,5 Millionen Tonnen aus (-12,1 %).

Nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen sind die Qualitäten des geernteten Getreides im Süden und Westen in der Summe gut bis durchschnittlich, im Norden und Nordosten hingegen streuen sie sehr und enttäuschen oftmals aufgrund niedriger Hektolitergewichte und einem hohen Anteil an Schmachtkörnern.

Auch interessant

Landwirte erwarten durchschnittliche Getreideernte

Berlin (abz). „Ein im Vergleich zu den Vorjahren in weiten Teilen günstigerer Witterungsverlauf hat eine durchschnittliche Getreideernte heranwachsen lassen“, sagte der Präsident des Deutschen mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

 

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel