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Gerangel um Brötchenpreise

Bis zu 30 Prozent höhere Mehlpreise dürften auch an den Brötchen nicht spurlos vorbeigehen.   (Quelle: Archiv/Wolf)+
Bis zu 30 Prozent höhere Mehlpreise dürften auch an den Brötchen nicht spurlos vorbeigehen. (Quelle: Archiv/Wolf)

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Getreideernte

Die Mehlpreise werden sich erhöhen. Der Bauernverband sieht aber damit noch keine Rechtfertigung, dass sich auch die Preise für Backwaren erhöhen.

Dresden/Frankfurt (abz). Wegen der schlechten Getreideernte werden sich wohl auch die Brötchen verteuern, wie Branchenvertreter in verschiedenen Medien andeuten. Damit beginnt das traditionelle Preisgezerre mit den Bauernverbände, die in Abrede stellen, dass es für Bäcker nötig ist, die Preise zu erhöhen.

„Wir begrüßen grundsätzlich die Hilfsgelder von Bund und Land für existenzbedrohte Landwirtschaftsbetriebe. Für eine seriöse Debatte sollten wir uns aber in Geduld üben und die tatsächlichen Zahlen und Qualitäten der Getreideernte abwarten. Wird es zu einer Verknappung von Roggen und Weizen am Markt kommen, rechnen wir mit Preissteigerungen auch im Bäckerhandwerk“, betont der sächsische Landesobermeister Roland Ermer in einer Pressemeldung seines Verbands.

„Wenn die steigen, muss das an den Verbraucher weitergegeben werden“, wird , Geschäftsführer der Bäckerverbände Hessen und Südwest in verschiedenen Medien zitiert. Man geht im Vergleich zum Vorjahr von 25 Prozent höheren Mehlpreisen aus.

Da sieht auch der Verband der Handlungsbedarf: „Dass die schlechte Getreideernte in Menge und Qualität auch Auswirkungen auf die Brötchenpreise hat, ist sicher“, sagt auch Verbandsgeschäftsführer Armin Juncker.

Der Hessische Bauernverband kontert damit, dass der Preis für Backweizen und Roggen um bis zu 30 Prozent steigen könne, „das rechtfertigt aber noch nicht, dass die Brötchenpreise steigen“, wird Pressesprecher Bernd Weber zitiert.

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Leser-Kommentare zum Artikel (4)

  • Hardy Krause, Hamburg 29.08.2018 um 06:49

    Betreff: höhere Brötchenpreise Die Vertreter vom Bauernverband spielen mit dem Feuer und Stellen den Bauern der fleißig ist mit den Aussagen in ein schlechtes Licht und es führt dazu das die ganze Branche deformiert wird. Wir als Bäcker müssen wirtschaftlich denken und wenn sich die Rohstoffpreise erhöhen müssen wir die Preise, ganz klar an die Kunden weitergeben. Im übrigen, haben auch viele Bäcker in diesem Sommer starke Umsatzeinbußen auf Grund der Hitzewelle hinnehmen müssen und wir schreien nicht wie der Bauernverband nach Hilfe. Der Verantwortliche gehört gefeuert, einfach verantwortungslos. Wo ist Deutschland bloß hingekommen?

  • Hannes Barth, Weilheim 28.08.2018 um 20:23

    Betreff: Getreideernte Der Bauernsprecher soll mal den Ball ganz flach halten. Für Bauern ist doch Unternehmerisches Risiko ein Fremdwort da bei jedem Problem nach staatlicher Hilfe gerufen und diese auch gewährt wird. Sich in die Preisgestaltung der Bäcker einzumischen ist eine Frechheit.

  • Ali Schlakwjinsky, Nuremberg 28.08.2018 um 19:56

    Betreff: Frechheit... Die Bauern, und ganz besonders deren Vertreter beim Bauernbund sind die ersten, die Hilfszahlungen durch Bund und Land fordern, wenn sie glauben, das unternehmerische Risiko eines landwirtschaftlichen Betriebes nicht alleine tragen zu können - oder vielmehr zu wollen.

    Da scheint es mir eine ausgemachte Frechheit, wenn die Bauernvertreter meinen, einem Gewerbe mit NULL Subventionsforderungen Tipps zur Preisgestaltung von Backwaren geben zu müssen.

    Wann ein Bäcker glaubt, seinen Kunden eine Preiserhöhung zumuten zu können, liegt einzig und alleine in dessen Ermessen.

  • Thomas Hackner, Gaimersheim 28.08.2018 um 17:20

    Betreff: Spinnt der??? Mal ganz ehrlich, was geht es den Bauernbund an, ob wir Bäcker aufgrund der Mehlpreiserhöhung unsere Preise anpassen, oder nicht???
    Bauer bleib bei Deinen Rüben! ????

    Oder wir bekommen auch einfach staatliche Hilfe und Zuschüsse!
    Wir können ja auch nix für das "schlechte" Wetter!

    Auf der einen Seite jammern und die Habd aufhalten und zur anderen Seite treten! ???????????