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Getreideernte durch Dürre geprägt

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Die Erträge sind insgesamt durchschnittlich, die Qualitäten teilweise dramatisch schlecht / Auf die Preise soll sich das vorerst nicht auswirken

Berlin (abz). Die seit Mai in weiten Teilen Deutschlands extreme hat deutliche Spuren bei der hinterlassen. Die deutschen Bauern dürften eine Getreideernte von nur 46,5 Mio. Tonnen eingefahren haben. Damit werde das Rekordergebnis des Vorjahres in Höhe von 52 Mio. Tonnen (t) um elf Prozent verfehlt. Das geht aus dem des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hervor.

Regional drastischer Rückgang

„Die Getreideernte fällt von Region zu Region sehr unterschiedlich aus. Kleinste Unterschiede in der Bodengüte und der Wasserversorgung machen sich deutlich in den Erträgen bemerkbar“, kommentierte DBV-Präsident Joachim Rukwied das diesjährige Ergebnis der Getreideernte. „Die durchschnittlichen Ernteergebnisse verdecken die dramatischen Probleme der Betriebe in den von der Trockenheit besonders betroffenen Regionen. So wurden in Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und den östlichen Bundesländern 15 Prozent bis 30 Prozent weniger geerntet als im Vorjahr“, stellte der Bauernpräsident fest.

Niedrige Proteingehalte

Die Anbaufläche von Winterweizen wurde erneut leicht um knapp zwei Prozent auf 3,2 Mio. Hektar ausgedehnt, die Erträge liegen mit durchschnittlich 7,6 t pro Hektar zwölf Prozent unter dem Vorjahr. Die Erntemenge wird vor diesem Hintergrund 24,6 Mio. t betragen und damit das Vorjahresergebnis um 2,8 Mio. t unterschreiten. Die Qualitäten fallen sehr unterschiedlich aus. Die erreichen angesichts der guten Witterungsbedingungen in der Erntezeit die geforderten Werte. Die Proteingehalte fallen dagegen in einigen Regionen, zum Beispiel im Süden Deutschlands sowie in Niedersachsen und im Rheinland, recht niedrig aus.

Die Ernte von fiel in diesem Jahr mit insgesamt 3,2 Mio. t deutlich niedriger aus als im Vorjahr (2014: 3,85 Mio. t). Bei einer nahezu konstanten Anbaufläche ist der Rückgang der Erntemenge um 15 Prozent vor allem auf die niedrigeren Hektarerträge von 5,2 Tonnen zurückzuführen, so der . Besonders stark eingebrochen sind die Erträge in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, wo Landwirte Ertragsminderungen von mehr als 20 Prozent verzeichnen mussten. In Niedersachsen und Bayern sind die Erträge gegenüber 2014 um bis zu 15 Prozent gesunken. Da Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt wichtige Roggenanbauregionen sind, spiegeln sich diese deutlichen Mindererträge im gesamtdeutschen Ernteergebnis wider.

Obwohl auch in der EU-28 eine deutlich reduzierte Erntemenge von voraussichtlich knapp 302 Mio. t (2014: 329 Mio. t) zu erwarten ist, werde aus Sicht des DBV bisher keine Preisverbesserung erkennbar. Dies liege an den Rekordernten des vergangenen Jahres und der guten Versorgungslage.


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