ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Gesunden Genuss schmackhaft gemacht

Das Messeangebot der BioBackhaus GmbH setzte auf gesunde, weil ballastreiche Vollwertvarianten. Das Standteam mit Manfred Höller, Firmenchef Hans-Jürgen Leib und Heino Mühlich (v.l.) war stets zum Kundengespräch bereit. +
Das Messeangebot der BioBackhaus GmbH setzte auf gesunde, weil ballastreiche Vollwertvarianten. Das Standteam mit Manfred Höller, Firmenchef Hans-Jürgen Leib und Heino Mühlich (v.l.) war stets zum Kundengespräch bereit.

Weitere Artikel zu


Von

Internationale Grüne Woche: Vielfalt, Frische, Geschmack und geprüfte Qualität liegen bei Backwaren im Trend

Nach zehntägiger Dauer schloss die weltgrößte Ernährungsschau ihre Pforten und hatte erwartungsgemäß auch im 70. Jahr ihres Bestehens nichts an ihrer Popularität eingebüßt. Die über 1600 Aussteller aus 55 Ländern konnten eine insgesamt positive Bilanz ziehen. Mit rund 450.000 Messegästen wurde die durchschnittliche Besucherzahl der letzten Jahre erreicht. Allgemeiner Kauf-
zurückhaltung und vehementer Schnäppchenjagd nach Billigangeboten zum Trotz hatte sich das Publikum den Appetit weder nach exotischen Spezialitäten noch auf heimische Genüsse verderben lassen. Insgesamt wurden für den Kauf und Sofort-Verzehr von Speisen und Getränken 60 Millionen Euro ausgegeben. Das entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von 132 Euro und damit nur einen Euro weniger als 2004.

Vor allem Produkte wie Getreide, Mehl und Brot standen hoch in der Gunst der Messegäste. Ohnehin können sich laut aktueller Statistik 84 Prozent der Deutschen „ein Leben ohne Brot“ nicht vorstellen. Obwohl der Bundesbürger nur noch 12 Prozent seines Einkommens für Lebensmittel ausgibt, zählten im letzten Jahr Brot, Brötchen und Kleingebäck mit 236 Gramm praktisch täglich zu den wichtigen Bestandteilen des individuellen Speiseplans.

Ein Großteil der mit 300 Varianten weltweit einmaligen Sortimentsvielfalt an Broten wurde den Gästen der Grünen Woche vor allem vom Backhandwerk in den verschiedenen Länder- bzw. Themenhallen angeboten und erfreute sich überall reger Nachfrage.

Insgesamt verzeichnete die Branche in den letzten zehn Jahren allerdings ein kaum verändertes Kaufverhalten. So lagen Roggen- und Roggenmischbrote mit 36 Prozent deutlich an der Spitze. Auf den nachfolgenden Rängen der Brot-Hitliste standen zu jeweils 20 Prozent Mehrkorn- und Vollkornbrote. Mit etwa 1200 Produkten ist die Abwechslung bei den sogenannten Klein- und Feingebäcken, geprägt durch regionale Besonderheiten und die Fantasie der Bäcker, noch größer. Auch hier konnten Favoriten ausgemacht werden. 37 Prozent der Kunden bevorzugten die bekannten Weizengebäcke in Form von Brötchen, Schrippe, Semmel oder Rundstück. Die Gruppe der Fans von Körner-, Mehrkorn- und Vollkornbrötchen folgte mit 18 Prozent auf dem zweiten Platz vor den mit Mohn, Sesam oder Kümmel versetzten „Klassikern“ des Spezialsortiments, die von 13 Prozent der Konsumenten gekauft wurden. Dahinter lagen herzhafte Spezialitäten, darunter Roggen-, sowie Zwiebel-/Speckbrötchen. Umfragen ergaben, dass bei 72 Prozent der Kunden beim Erwerb von Backwaren der gute Geschmack an erster Stelle steht. Danach folgten zwei weitere triftige Kaufgründe: Frische und Qualität.

Neben Augen- und Gaumenschmaus vermittelte die Grüne Woche zudem in einem umfangreichen Rahmenprogramm den Interessenten wichtige Informationen rund um gesunde Ernährung.

Heinrich Jünemann von der Bäckerinnung Berlin beantwortete in der Landwirtschaftshalle 3.2. regelmäßig Fragen zur Bedeutung von Backwaren für den menschlichen Organismus. Ohnehin halten 83 Prozent der Verbraucher Getreideerzeugnisse für einen wichtigen Bestandteil gesunder Ernährung. Sie stellen u.a. drei Viertel der notwendigen Stärke-Kohlenhydrate für die Energieversorgung, regulieren den Blutzuckerspiegel und das Sättigungsgefühl. Ebenso wichtig sind die in Brot und Brötchen vorhandenen Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Eiweißquellen. Nach neuesten Forschungserkenntnissen erwiesen sich außerdem die bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffe, insbesondere aus Vollkorn, für die Gesunderhaltung des Menschen in der Krebsprävention für bedeutungsvoll.

Auch im Hinblick auf die fortschreitende Übergewichtigkeit empfehlen Mediziner und Ernährungswissenschaftler eine ausgewogene Kost mit viel Ballaststoffen, darunter Brotgetreide, Kartoffeln, Obst und Gemüse. Statt auf Low Carb-Wunderdiäten oder Appetitzügler zu setzten, vermittelte die 70. Grüne Woche die Devise: Zurück zum Brot! (Siehe auch Seite 4)

Bäcker und Fleischer rücken zusammen
Auch interessant

Bäcker und Fleischer rücken zusammen

Der Bäckerinnungs-Verband Niedersachsen/Bremen versteht sich als Dienstleister für seine Mitgliedsbetriebe. mehr...

Weitere Artikel aus Fokus vom 11.03.2005:

 

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel