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Generation Internet sucht Identifikation

Ob via Blogg oder im Bäcker-Café – für junge Leute ist Essen und Trinken auch ein soziales Thema. (Quelle: Fotolia)+
Ob via Blogg oder im Bäcker-Café – für junge Leute ist Essen und Trinken auch ein soziales Thema. (Quelle: Fotolia)

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Bäko Workshop zeigt: Bäcker sollten gutes Ansehen nutzen, Trends beachten und Bedürfnisse junger Leute effektiver bedienen

Münster (wo). Über 50 Prozent der Kunden kaufen oft, beziehungsweise immer, Backwaren beim klassischen Bäcker mit einigen wenigen Geschäften. 71,5 Prozent der Kunden geben an, gerne Backwaren zu kaufen, die in echter Handarbeit mit Leidenschaft hergestellt werden.

91 Prozent sind der Meinung, dass das Bäckerhandwerk einen wichtigen Beitrag zur Ernährung des Menschen leiste (siehe Tabelle unten).

Bekenntnis zur Branche

bietet Potenzial

So lauten einige Ergebnisse der , die Prof. Dr. (Uni Göttingen) auf dem Workshop in Münster präsentiert hat. Ein klares Bekenntnis zur Branche. Aber nicht nur den über 300 Teilnehmern der Veranstaltung ist klar, es handelt sich mit Blick auf die Zahlen um – Bekenntnisse. Das weicht da dann doch etwas ab.

Spiller und weitere namhafte Referenten sehen aber gerade in dem Punkt noch Potenzial fürs Bäckerhandwerk. Wichtig sei vor allem, noch stärker die Karten Transparenz, Tradition, Regionalität, Authentizität zu spielen und vor allem die Möglichkeiten der Social-Media-Kanäle zu nutzen – auch wenn es darum geht, Trends auf die Spur zu kommen.

Ein , den sich auch das Bäckerhandwerk zunutze machen kann, ist, dass von vielen Kunden und Verbrauchern das Essen und hochwertige Nahrungsmittel heute quasi als soziales Tatoo angesehen wird, wie unter anderem die Ernährungswissenschaftlerin Marlies Gruber aufzeigte. „Was, wie und wo essen wir?“ Das sei zunehmend ein Thema mit identitätsstiftender Bedeutung, das auch Bäcker mit entsprechenden Angeboten, Informationen und effektivem Marketing bedienen sollten.

Schließlich gehe es auch darum, zu zeigen, dass Handwerksbäcker keine vorgefertigten Teige zukaufen (s. Tabelle). Einer, der diesbezüglich auf bestem Weg ist, hat mit der Darstellung seiner Konzepte als wandelndes Best-Practice-Beispiel die Kollegen in Münster begeistert: aus Frankenwinheim (Bayern) konnte nicht nur mit der Beschallung seiner Teige Aufmerksamkeit erregen (siehe auch Seite 19).

Speziell junge Männer

als Kunden gewinnen

Auf Basis seiner hochwertigen Produkte setzt er sich immer wieder mit pfiffigen Aktionen in Szene. Er schafft es damit, die junge Generation fürs Bäckerhandwerk zu begeistern. In dem Punkt kommt er der Forderung Spillers nach, vor allem junge Kunden, speziell junge Männer, als Kunden zu gewinnen. Da gebe es noch deutliches Potenzial.

Verbraucher achten bei der Herstellung der Produkte immer mehr auf Nachhaltigkeit. 
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