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Deutsche Bank will Agrarderivat-Geschäft überdenken

Frankfurt (age). Die Deutsche Bank wird in diesem Jahr keine neuen börsengehandelten Anlageprodukte auf der Basis von Grundnahrungsmitteln auflegen und ihr in diesem Geschäftsfeld überdenken. Das hat das Finanzinstitut in seinem Bericht zur unternehmerischen Sozialverantwortung angekündigt. Damit reagierte der Konzern unter anderem auf Vorwürfe der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, wonach Rohstofffonds und ähnliche Angebote zur Verteuerung von Lebensmitteln an den Börsen beitrügen und damit das Hungerproblem verschärfen.

Außerdem hatte eine Forsa-Umfrage Ende vergangenen Jahres ergeben, dass gut vier Fünftel der Bundesbürger solche Anlageprodukte für nicht akzeptabel halten. Bislang teilt die Deutsche Bank jedoch die Meinung ihrer Kritiker nicht: Eigene Analysen hätten gezeigt, dass die steigenden für landwirtschaftliche vor allem Folge einer wachsenden Nachfrage seien, mit der das nicht Schritt halten könne. Um den tatsächlichen Einfluss spekulativer Aktivitäten auf die Nahrungsmittelversorgung zuverlässig bewerten zu können, seien weitere Analysen nötig, an denen sich auch das unternehmenseigene Forschungsteam beteiligen werde.

Foodwatch bezeichnete die Ankündigung der Deutschen Bank als „PR-Wolke“: Das Geldhaus werde seine bestehenden Produkte fortführen. Die Preisentwicklung der letzten Jahre bei Agrarrohstoffen habe gezeigt, dass die extremen Preisschwankungen nichts mit der Lage an den Märkten zu tun hätten, sondern hauptsächlich durch Spekulationen ausgelöst worden seien.

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