ABZ - Das Fachportal für Bäcker


Gebremste Euphorie

Am Stand der Bäko Nord in der Halle B6 herrschte immer reges Gedränge – nicht nur wegen der Möglichkeit, sich kulinarisch zu stärken. Ob Snackideen, Kaffeeangebot oder Technikbereich, das Bäko-Angebot stieß auf großes Interesse.  (Quelle: Wolf)+Zur Fotostrecke
Am Stand der Bäko Nord in der Halle B6 herrschte immer reges Gedränge – nicht nur wegen der Möglichkeit, sich kulinarisch zu stärken. Ob Snackideen, Kaffeeangebot oder Technikbereich, das Bäko-Angebot stieß auf großes Interesse. (Quelle: Wolf)

Weitere Artikel zu


Von

Mekka des Außer-Haus-Geschäfts: Doch nicht alle Aussteller waren zufrieden.

Hamburg „Ein durchweg positives Fazit ziehen die Aussteller der 2012: Die Stimmung im Außer-Haus-Markt ist gut und die vielen Hoteliers und Gastronomen zeigen sich investitionsfreudig. Einhellig loben die Aussteller die hohe Qualität der Fachbesucher der Internorga“, heißt es im vorläufigen Abschlussbericht der Hamburger Messeveranstalter. Diese Einschätzung mag auf die oben erwähnten Ausstellungssegmente zutreffen, in der Bäckerhalle B6 und dem Hallenprovisorium B6.1 waren jedoch nicht alle Aussteller zufrieden. Knapp 100.000 Besucher wurden an den sechs Messetagen für alle Ausstellungsbereiche gezählt. Das heißt, auch insgesamt war die Resonanz etwas verhaltener. Doch Aussteller und Besucher, die rund um die Themen Snack, und Co. unterwegs waren, sind auch dieses Jahr auf der Internorga voll auf ihre Kosten gekommen.

Weniger Besucher

Erstmals seit Bezug der neuen Messehallen sei die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr rückläufig gewesen, waren die Zulieferer des Bäckerhandwerks fast einhelliger Meinung. Fast könnte man von einer gebremsten Euphorie sprechen – nach Jahren des ständigen Aufwärtstrends. Manche Anbieter sprachen von 20 bis 30 Prozent weniger Kunden, vor allem aus Süddeutschland. Als Gründe werden die im September stattfindende iba in München und die kürzlich gelaufene Intergastra in Stuttgart angeführt. „Für uns hat sich die Messepräsenz dieses Jahr nicht gelohnt“, ist Pierre Thein von der Hein Backöfen GmbH etwas enttäuscht. Die Anneliese Mertes GmbH will sich wegen der nachlassenden Resonanz gar ganz von der Messe verabschieden. „Auch die diesjährige Internorga hat den Trend der letzten Jahre bestätigt: Der Ausstellungsschwerpunkt verlagert sich fortwährend in Richtung Gastronomie. Für Aussteller, die Investitionsgüter für die Bäckereiproduktion anbieten, wird die Internorga immer weniger interessant.“ Aus diesem Grund habe man entschieden, „in Zukunft auf dieser Traditionsmesse nicht mehr auszustellen“, wird in einer Pressemeldung betont.

Positive Stimmung

Aber es gab auch positive Stimmen: „Die Stimmung ist durchweg positiv und die Investitionsbereitschaft für 2012 hoch. Das zeigt sich auch daran, dass wir mit vielen Kunden Gespräche über konkrete Projekte führen konnten“, wird Steven Koel, Vertriebsleiter von Berner zitiert. Und auch die Bäko Gruppe Nord spricht im Zusammenhang mit ihrem Messeauftritt von „noch höherer Frequenz als in den Vorjahren“. Lutz Henning, Geschäftsführer der Bäko-Zentrale Nord: „In der Messelandschaft hat die Internorga einen hohen Stellenwert für unsere Branche. Die Kombination mit der Gastronomie hat sich bestens bewährt. Unser Angebot wurde von den Messebesuchern sehr gut angenommen. Bäcker profitieren zunehmend von der Entwicklung auf dem Außer-Haus-Markt. Ein erstklassiges Backwarensortiment sollte aber der Kern eines jeden Geschäfts sein.“ In diesem Sinne war die Live-Präsentation der Bäko-Snackberater am Stand der Bäko fast immer dicht belagert. Hier wurden 16 präsentiert – in Anlehnung an die 16 Mannschaften, die dieses Jahr zur Fußball-EM antreten. Gut komponierte Rezepte, die das der Bäcker beleben können.

Aber auch das Angebot von Meister Kaffee wurde rege nachgefragt. Geschäftführer Dietmar Rabenstein: „Wir waren mit der Resonanz sehr zufrieden.“ Überhaupt konnten die Kaffee- und Kaffeemaschinen-Anbieter auch für die Internorga 2012 durchweg positiv bilanzieren. „Wir sind zufrieden. Es war für uns eine wirklich gute Messe“, so z. B. das Resümee von Tom Holterbusch (Nespresso).

Messe gut aber zu lang

Aber auch der Ladenbackofenbauer Wiesheu war wieder gut unterwegs. „Die Internorga ist der Klassiker im Norden. Wir kommen immer wieder gerne hierher. Unsere Erwartungen sind erfüllt worden. Der März ist für uns aber nicht einfach, weil wir auf einigen Messen präsent sind. Schon deshalb ist uns die Internorga mit sechs Tagen schlichtweg zu lang. Eine Verkürzung auf fünf oder vier Tage würde der Veranstaltung gut tun“, so das Fazit von Geschäftsführer Volker Groos. Zum Schluss lassen wir noch Stefan Gelenkirchen (Hagesana) stellvertretend für viele Aussteller zu Wort kommen: „Wir sind nicht unzufrieden, aber es hätte durchaus noch mehr sein können.“


Lesen Sie hierzu folgende Bücher


  • Snacks
    Werner Kräling | Jürgen Rieber

    Snacks

    Das Spektrum der Snacks ist riesig: Belegte Brötchen, Brote, Sandwiches, Bagels, Seelen, Waffeln, Muffins, Fladenbrote, gebackene Snacks, Panini, Pizza, Strudel, Zwiebelkuchen, Quiches, Flammkuchen und kleine Gerichte.

    mehr...

Auf der Internorga haben Bäcker beste Möglichkeiten, sich rund ums Außer-Haus-Geschäft zu informieren.
Auch interessant

Messe bietet Perspektiven

Zunehmender Konkurrenzdruck, stagnierendes Kerngeschäft, steigende Rohstoff- und Energiekosten. mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

 

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel