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Gastro holt 2,2 Prozent Plus

Hans im Glück: Der Burger-Brater führt mit einem Umsatzplus von 210 Prozent.  (Quelle: Natalia Lisovskaya - Fotolia.com)+
Hans im Glück: Der Burger-Brater führt mit einem Umsatzplus von 210 Prozent. (Quelle: Natalia Lisovskaya - Fotolia.com)

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Top 100

Deutschlands führende Gastronomen sind weiter im Aufwind. Der Fullservice-Sektor verzeichnet den größten Umsatzsprung. Wer die Marktspitze anführt?

Frankfurt (abz). Deutschlands 100 führende Gastronomen (ohne Hotellerie) stehen 2014 für 12,0603 Mrd. Euro Nettoumsatz, der in knapp 18 000 Betrieben erwirtschaftet wurde. Dieses Fazit zieht die Wirtschaftsfachzeitschrift food-service (dfv Mediengruppe) in ihrer aktuellen und exklusiven Branchenerhebung. Damit haben die Top 100 der Branche 2014 ein Umsatz-Plus von 2,2 Prozent geholt – nach Mehrerlösen von 2,1 Prozent im Vorjahr und 3,3 Prozent im Vor-Vorjahr.

Insgesamt ist eine gute bis sehr gute Branchenkonjunktur bei ausgeprägter Spreizung der Firmenkonjunkturen zu verzeichnen.

Das Ranking führen McDonald’s, , LSG vor Tank & Rast und Nordsee an. Vom Wachstum der Top 100 entfällt der größte Brocken auf die deutschen Unternehmen LSG (Airline Catering), (Snack-Gastronomie) und (Gourmet-Burger). Bei den relativen Gewinnern der Top 100 führt ebenfalls Hans im Glück mit einem Plus von 210 Prozent, gefolgt von L’Osteria (Pizza) und Dunkin’ Brands (Donuts und Kaffee). Das größte Umsatz-Minus geschätzt bringt 2014, nach Jahrzehnten mit praktisch immer neuen Rekordzahlen, McDonald’s auf die Waage. Der Marktführer repräsentiert knapp ein Viertel des gesamten Top 100-Umsatzvolumens. Die aktuelle Formschwäche ist multikausal, wichtige Stichworte hier heißen Markenbindung und Angebotsstrategie. Auch Burger King hat signifikante Umsatzeinbußen zu verzeichnen, die auf den Wallraff-Skandal zurückzuführen sind. Die gewaltige Hebelwirkung der zwei großen US-Marken zeigt folgende Rechnung: Ohne McDonald’s und Burger King bringen es die folgenden 98 der Top 100 auf ein Plus von 5,2 Prozent – statt 2,2 Prozent.

Unter den Top 10 des Rankings dominieren weltweit präsente Marken. Bei den sechs Vorderen gab es im Vergleich zum Vorjahr keine Rangverschiebungen. Seit 2004 sind die Umsätze der Top 10 um exakt 24 Prozent gestiegen.

Umsatzverteilung der Top 100 nach Segmenten

Die Marktspitze der Profi-Gastronomie (Top 100) setzt sich wertmäßig wie folgt zusammen: 54,4 Prozent Quickservice, 23,7 Prozent Verkehrsgastronomie, 6,9 Prozent Fullservice-Restaurants, 6,3 Prozent Freizeitgastronomie, 4,7 Prozent Handelsgastronomie sowie 4,0 Prozent Event-Catering. Das heißt, dreiviertel der Erlöse entfallen auf die zwei großen Kategorien. Aber: Mit einem von 8,5 Prozent im Jahr 2014 gelang erstmalig dem Fullservice-Sektor der größte Sprung nach vorne, vor allem getragen durch die Namen L’Osteria und Hans im Glück. Es folgt die Freizeitgastronomie mit einem Zuwachs von 6,7 Prozent.

Ausblick 2015

Die Erwartungen der Befragten an das Jahr 2015 sind von großem Optimismus geprägt. Im Januar glaubten knapp 80 Prozent der Top-100-Unternehmen an weiter wachsende Erlöse und rund 70 Prozent an steigende Werte bei den Durchschnittsbons. Die größten Herausforderungen sind weiterhin Mitarbeiterbeschaffung, Personalkosten, Führung und Motivation sowie die Umsetzung des Mindestlohns. Die größten Wachstums-Chancen werden, wie in vielen Vorjahren, erneut mit großem Abstand den Aktionsfeldern Take-away/To go sowie Home Delivery attestiert.

Auch diese Woche bietet das TV-Programm Bäckern den Blick über den Tellerrand.
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