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Frühstück bis nachmittags ist ein großer Trend

Gehört zum guten Frühstück dazu: Brot mit unterschiedlichen Belägen. (Quelle: Fotolia)+Zur Fotostrecke
Gehört zum guten Frühstück dazu: Brot mit unterschiedlichen Belägen. (Quelle: Fotolia)

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Die ABZ stellt die wichtigsten Inhalte aus dem „Food Report 2018“ von Hanni Rützler vor: Ein Pflichtprogramm für Bäcker

Fleisch ist nicht mehr der Mittelpunkt eines Gerichtes, nach dem sich die Beilagen richten müssen. erlangen eine neue Hauptrolle auf dem Teller.

Das stellt Autorin in ihrem „Food Report 2018“ fest und analysiert zum fünften Mal in Folge die wichtigsten Food-Trendphänomene. Herausgeber sind das Zukunftsinstitut und die Lebensmittel Zeitung der dfv Mediengruppe, die auch die ABZ publiziert.

Rützler sprich von der „kopernikanischen Wende“ in der Esskultur: „Wir werden nicht alle zu Vegetariern, aber wir haben erkannt, dass Fleisch nicht der Mittelpunkt eines guten Genussuniversums sein muss.“

Verbraucher interessieren

sich für Pflanzenzubereitung

Während der Weg vom Fleischkonsum hin zu Insekten in unserem Kulturkreis noch sehr weit erscheine, orientierten sich Verbraucher an Ersatzprodukten und hielten vermehrt Ausschau nach raffinierten Zubereitungsarten von Pflanzen. Esskulturen anderer Länder seien gefragte Inspirationsquellen für neue pflanzliche Geschmackserlebnisse.

Es ist daher kein Zufall, dass die neue Küche der Levante – aus Israel, Syrien, Jordanien und dem Libanon – aktuell die Restaurantwelt in Deutschland, Österreich und der Schweiz erobert, meint Rützler. „Vegetarisch ist für die Levante eine Selbstverständlichkeit. Die originäre Grundlage für die meisten Gerichte ist Gemüse.“

Die neuen kulinarischen Impulse aus der Levante stellten das hierarchische Speisensystem in Frage und „geben unserer eine neue Richtung: Sie wird legerer, gesünder, aromatischer und weltoffener“.

„De-Processing“ kennen

Bäcker unter „Regionalität“

De-Processing beschreibt den Versuch der Nahrungsmittelindustrie, dem Kundenwunsch nach „natürlicheren“, geringer verarbeiteten Produkten mit weniger Zusatz- und Hilfsstoffen entgegenzukommen, mehr Transparenz bei der Herkunft zu ermöglichen und ein höheres Augenmerk auf die Qualität der Ausgangsprodukte und Verarbeitungsprozesse zu legen.

Rützler: „Diese Entwicklung stellt die etablierte Industrie vor immense Herausforderungen, bringt aber gleichzeitig innovative, alternative Player hervor. Es entsteht eine Natural Food Industry, die auf komplett andere Herstellungsverfahren setzt.“

Food-Trends lenkten die Aufmerksamkeit vom Neuen zum Sinnvollen. Die langfristige Beobachtung zeige, dass Food-Trends wertvolle „Frühwarnindikatoren“ im Food- und Beverage-Markt seien.

Verbraucher wollen

Lebensmittel erleben

„Sie signalisieren Veränderungen und provozieren Antworten auf zukünftige Herausforderungen“, begründet die Autorin ihr jährliches Trend-Barometer, das wie folgt aussieht.

Meet Food: Immer mehr Konsumenten wollen ihre Lebensmittel nicht nur „verbrauchen“, sondern „erleben“. Auf das wachsende Interesse, Herstellung und Qualität auch sinnlich erfahren zu können, reagieren Produzenten mit neuen Angeboten, die Begegnungen ermöglichen. Von der gläsernen Manufaktur bis hin zu Handwerkskursen entstehen neue Angebote, die ankommen und Vertrauen schaffen.

The New Breakfast: Frühstücken boomt. Nicht nur am Morgen, sondern bis spät in den Nachmittag hinein. In diesem vereinen sich zahlreiche Sehnsüchte, wie der Wunsch nach Individualisierung und internationaler Ausrichtung des Angebots. Gemütlichkeit, Geselligkeit und Unkompliziertheit machen das neue zu einem Fusions-Trend.

Female Connaisseurs: Frauen entern die Food-Branche. Große Köchinnen gab es schon immer. In der Sterne- und Haubengastronomie sind sie jedoch bis heute unterrepräsentiert. Jetzt aber zeigt der Megatrend „Gender Shift“ Wirkung. Nach den Winzerinnen und den Sommelièren behaupten sich immer mehr weibliche Küchenchefs in der (noch) männlichen Domäne und setzen mit ihrem „weiblichen Geschmack“ neue Akzente.


Lesen Sie hierzu folgende Bücher


  • Frühstück - Chancen für die Bäckerei
    Werner Kräling | Pierre Nierhaus | Bernd Kütscher | Rainer Veith

    Frühstück - Chancen für die Bäckerei

    Das Buch „Frühstück – Chancen für die Bäckerei“ bietet alles Wissenswerte rund um das Frühstücksgeschäft.

    mehr...

  • Snacks
    Werner Kräling | Jürgen Rieber

    Snacks

    Das Spektrum der Snacks ist riesig: Belegte Brötchen, Brote, Sandwiches, Bagels, Seelen, Waffeln, Muffins, Fladenbrote, gebackene Snacks, Panini, Pizza, Strudel, Zwiebelkuchen, Quiches, Flammkuchen und kleine Gerichte.

    mehr...

Internationale Frühstücksvarianten sind eine Möglichkeit für den Bäcker sein Angebot zu erweitern.
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