ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Französische Bäcker im Blick

Offizielle Eröffnung von Wiesheu France (von links): Volker Groos (Geschäftsführer Wiesheu Deutschland), Marie-Reine Fischer (Vizepräsidentin der Region Elsass) und Jean-Luc Kaercher (Geschäftsführer Wiesheu France).  (Quelle: Kauffmann)+
Offizielle Eröffnung von Wiesheu France (von links): Volker Groos (Geschäftsführer Wiesheu Deutschland), Marie-Reine Fischer (Vizepräsidentin der Region Elsass) und Jean-Luc Kaercher (Geschäftsführer Wiesheu France). (Quelle: Kauffmann)

Weitere Artikel zu


Von

Wiesheu gründet in Straßburg eine Tochterfirma und will von dort aus den französischen Markt erobern

Der Ladenbackofenbauer mit Sitz im schwäbischen Affalterbach hat in Straßburg unter dem Namen Wiesheu France eine Tochtergesellschaft gegründet. Von dort aus soll der französischen mit rund 30.000 Handwerksbäckereien erobert werden. „Wir wissen, der französische Markt hat eigene Gesetzmäßigkeiten und man braucht spezielle Produkte, um hier erfolgreich zu sein“, erklärt .

Der Geschäftsführer der deutschen Mutter-Gesellschaft ist auf der Eröffnungspressekonferenz am neuen Standort in Straßburg-Schiltigheim absolut zuversichtlich: „Geschäftsführer und sein Team kennen den Markt und die Mentalität der französischen Bäcker bestens.“ Und mit den Öfen und Serviceleistungen von Wiesheu haben sie sich auch schon seit vergangenem November vertraut gemacht.

Wiesheu France ist nach Wiesheu Polen die zweite Tochtergesellschaft, die der Ofenbauer im EU-Ausland gegründet hat. Grund dafür ist die gegenüber deutschen Kunden doch unterschiedliche Mentalität der französchen Bäcker. „Wir haben lernen müssen, dass man aus Deutschland heraus in kaum Öfen verkaufen kann“, begründet Volker Groos den Schritt über die Grenze.

Der französische Markt umfasst aber nicht nur die 30.000 Handwerksbäcker, sondern von da aus alle Länder, die mit Frankreich oder dessen Backtradition verbunden sind. Für diese Bäcker wurde speziell der Dibas 84 entwickelt, der Bleche mit der Größe 40 x 80 cm aufnehmen kann, um auch lange Baguettes darin backen zu können. Außerdem sind die Öfen nur 79 cm breit, damit sie durch eine normal breite Türe der Bäckereien passen.

In den französischen Bäckereien spielt das Backen im Laden bisher eher keine Rolle, sind das doch meist Betriebe, deren Backofen hinter dem Laden steht. Aber das habe Potenzial, so Jean-Luc Kaercher: „Der Markt wird sich weiter entwickeln und auch die französischen Bäcker werden noch intensiver den Frischeaspekt betonen müssen.“ Denn keine anderen Verbraucher der Welt legen mehr Wert auf Frische als die Franzosen.

In diesem Zusammenhang werden sich Bäcker auch mit Angeboten von überbackenen Snacks beschäftigen müssen, die bisher noch nicht so präsent sind wie in Deutschland. Denn selbst die Nation der Gourmets verändert ihre Verzehrsgewohnheiten. Die klassische Trennung zwischen Metzger, Bäcker und Gastronom löse sich auf.

Dies spielt Wiesheu in die Karten, denn das ist ein Feld, auf dem das Unternehmen schon viel Erfahrung gesammelt hat.

Offizielle Eröffnung von Wiesheu France (von links): Volker Groos (Geschäftsführer Wiesheu Deutschland), Marie-Reine Fischer (Vizepräsidentin der Region Elsass) und Jean-Luc Kaercher (Geschäftsführer Wiesheu France).
Auch interessant

Französische Bäcker im Visier

Der schwäbische Ladenbackofenbauer gründet in Straßburg eine Tochterfirma und will von dort aus den französischen Markt erobern. mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

 

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel