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Fortbildungshochburg feiert Jubiläum

Die Akademie Deutsches Bäckerhandwerk in Weinheim zeigt nicht nur im Jubiläumsjahr Flagge.  (Quelle: Akademie)+
Die Akademie Deutsches Bäckerhandwerk in Weinheim zeigt nicht nur im Jubiläumsjahr Flagge. (Quelle: Akademie)

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Akademie Weinheim

Die ehemalige Bundesfachschule ist seit 75 Jahren am Start - und hat sich prächtig entwickelt, wie auch am Jahrestag der Gründung zu sehen war.

Weinheim (wo).  60.000 Seminarteilnehmer, darunter 6000 Meisterabsolventen aus 142 Meisterkursen. Die Bundesakademie Weinheim hat in den 75 Jahren ihres Bestehens dem deutschen Bäckerhandwerk wesentliche Impulse gegeben. Jetzt haben 75 Ehrengäste exakt am Jahrestag der Gründung das gebührend gefeiert.

Beim ebenso würdigen wie kurzweiligen Festakt betonten der Weinheimer Oberbürger­meister Heiner Bernhard sowie Handwerkskammerpräsident Walter Tschischka die Bedeutung der Akademie, als weltweite Botschafter für Weinheim und für das Handwerk der Region und unseres Landes. Der Präsident des Deutschen Bäckerhandwerks, Peter Becker, zugleich Vorstandsvorsitzender der Akademie, blickte in seiner Festansprache auf die wechselvolle Geschichte des Hauses zurück, das ursprünglich als Bäckerschule und Bäcker-Erholungsheim für Südwestdeutschland gegründet wurde. Seit dem Jahr 1960 ist die Akademie als Bundesfachschule die zentrale Bildungseinrichtung des gesamten deutschen Bäckerhandwerks.

Auf dem Programm standen unter anderem Impressionen von gestern und heute. Dabei wurde auch der neue Film über die deutsche Brotkultur vorgestellt - und die Entwicklung, die diese Fortbildungshochburg des deutschen Bäckerhandwerks genommen hat.

Allein im Jubiläumsjahr 2013 waren rund 3000 Kursteilnehmern in Weinheim – aus 27 Nationen. Was zeigt, dass Weinheim auch dafür sorgt, dass deutsche Backkunst weltweit vermittelt wird. Aber nicht nur die internationalen Kurse, auch alle anderen Fortbildungsangebote sind regelmäßig ausgebucht. Für den jährlich angebotenen Meisterkurs mit max. 30 Plätzen muss man sich sogar bewerben. Das alles dokumentiert das große Ansehen, das die in der Fachwelt genießt.

ist seit 2006 Schulleiter in Weinheim und arbeitet wie seine Vorgänger daran, das Haus kontinuierlich weiterzuentwickeln. Vor ihm haben Karl Jacob Seitz (1938 bis 1944), Eugen Gottmann (1948), Horst Kluge (1949 bis 1972), Christian Behrends (1973 bis 1974) und Klaus Köpf (1975 bis 2005) die Weinheimer Schule geprägt. 1991 wurde die damalige „Bundesfachschule des Deutschen Bäckerhandwerks“ erstmals großzügig durch den Anbau eines Technologiezentrums mit Lehrbackstube und Labor erweitert.

Seit 2006 gibt es den Verbund Akademie Deutsches Bäckerhandwerk, was zur Umbenennung in Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Weinheim führte. Seit dieser Zeit wird auch das kooperative Miteinander und der fachliche Austausch unter den einzelnen Fachschulen der Landesverbände und Weinheim verstärkt gepflegt. Weinheim sieht sich auch hier in der Rolle des Impulsgebers.

In den Jahren 2009 und 2010 erfolgte eine umfangreiche Modernisierung des Hauses – inklusive Restaurant. Das Gästehaus – seit 1955 am Start – wurde 2012 modernisiert. Heute arbeiten 27 Mitarbeiter im Haus. Die Gastronomie ist anerkannt gut. Vor Ort können täglich 140 Essen ausgeben werden – für die zahlreichen Seminarteilnehmer und die Meisterschüler, die im Gästehaus untergebracht sind und in Vollzeit in 24 Wochen ihren Meister machen.

Vom hochwertigen gastronomischen Angebot aus komlett eigener Herstellung  konnten sich die Jubiläumsgäste übrigens vor Ort selbst ein Bild machen.  Und wie zu hören war, war auch das eine überzeugende Demonstration des traditionell begründeten Qualitätsanspruchs der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Weinheim.


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