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Foodwatch hat Recht

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hat Recht – was das Thema der verpflichtenden Veröffentlichung von Kontrollergebnissen der Lebensmittelüberwachung angeht. Dass es dafür bis heute in Deutschland keine tragfähige Rechtsgrundlage, ähnlich jener in Dänemark, gibt, ist ein Missstand, der schnell beseitigt werden sollte.

Betriebe, die sich an Hygienevorschriften halten, haben dadurch nichts zu befürchten. Betriebe, die diese Vorschriften wiederholt verletzen, haben es nicht besser verdient.

Abstoßend sind nicht nur die Zustände in drei großen bayerischen Backbetrieben, die Foodwatch durch Anfragen bei den Behörden ans Licht gebracht hat: Schaben Käfer, Mäusekot. Abstoßend ist auch, wie viele betroffene Betriebe geradezu reflexartig auf diese reagieren: Ignoranz gegenüber den Behörden sowie Besserwisserei und Zynismus gegenüber den Verbrauchern und den eigenen Mitarbeitern prägen das Bild in den genannten Fällen – und das alles geschah lange nach dem Müller-Brot-Skandal.

Auch da hat Foodwatch Recht: Die Missachtung der Hygienevorschriften ist für diese Betriebe offensichtlich ein Kostenvorteil, da die Bußgelder für sie günstiger sind als ein angemessenes Hygienemanagement.

Eine öffentliche Information über die Missstände wäre eine weit effektivere Sanktion: Sie gäbe den Verbrauchern die Möglichkeit, den Betrieben durch ihr Kaufverhalten zu zeigen, welche Hygienestandards sie wünschen.

Fünf der acht von Foodwatch dargestellten Fälle betreffen Innungsbäckereien. Doch der Landes-Innungsverband Bayern äußert sich nicht dazu. Foodwatch kritisiert auch diese „Verweigerung“ der Bäcker-Verbände. Foodwatch hat Recht (s. Seite 6).

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