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Meinung
Foodservice und Bäcker - da treffen keine Welten aufeinander, sondern vereinen sich am Außer-Haus-Markt zwei Größen, denen Gretel Weiß als renommierte Marktkennerin allerbeste Zukunftsaussichten bescheinigt. Der klassische Bäckersnack ist schnell serviert, einfach transportiert und schmeckt in Form eines belegten Bagels, Brötchens oder Baguette auch kalt hervorragend. Der ideale Take-away-Artikel und damit bereits die halbe Miete für eine steile Karriere in der „snackenden Gesellschaft“. Zum Foodservice-Forum am Vortag der Internorga pilgern von Jahr zu Jahr immer mehr Bäcker – innovative Betriebe, die den oft beschworenen „Blick über den Tellerrand“ tatsächlich in die Tat umsetzen. „Von den Systemanbietern, Newcomern und erfahrenen Quickservice-Experten lernen“, lautet die Devise, die die Top-Betriebe der backenden Zunft bereits so gut beherzigt haben, dass Sie längst im Konzert der erfolgreichen Konzepte emanzipiert und etabliert sind. Backen steht immer gleichwertiger neben Kochen.
Grund genug, selbstbewusst am Markt aufzutreten und Chancen aktiv zu nutzen. Doch daran hapert es bei einigen Betrieben des Bäckerhandwerks, die wohl angesichts der Professionalität der Big Player und der erhobenen Zeigefinger der eigenen Berater, oft zu zögerlich agieren. Der eigenen Stärken aber sollte man sich bewusst sein, das wurde auch auf dem diesjährigen Foodservice-Forum deutlich: Durch ein Kooperationsmodell steigerten ein Coffee-Shop und ein Eisanbieter ihre Marktchancen: die Sortimente beflügeln sich , Kaffee allein bietet eben nur geringe Profilierungschancen . Bäcker und natürlich Konditoren bringen diese Voraussetzungen gleich von Hause aus mit. Also nicht nur auf die Stärken der anderen schauen, sondern eigene Trümpfe profilieren (Siehe Bericht S. 3).
