ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Extra Ladenschluss zur Weltmeisterschaft?

Weitere Artikel zu


Von

Länder und Einzelhandel: Längere Öffnung während der WM soll Kaufimpulse geben

Für die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wollen mehrere Bundesländer den Ladenschluss aussetzen. Zur Zeit liegt der Ladenschluss noch in der Kompetenz des Bundes. Es gilt aber als sicher, dass die Regelung der Öffnungszeiten mit der Föderalismuskommission zur Ländersache wird.

Nordrhein-Westfalen begründet dies gegenüber der „Bild am Sonntag“ damit, dass sich die Gäste im Lande wohlfühlen sollen. Ministerpräsident Peer Steinbrück will daher „den Wunsch des Einzelhandels und der Tourismuswirtschaft“ aufgreifen und schon in diesem Juni zum Confederations Cup in Köln großzügige Regelungen bei den Ladenschlusszeiten ermöglichen. Ähnliches ist aus Sachsen zu hören. Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) fordert, „den Ladenschluss in den Städten und Regionen, in denen der Ball rollt, für die Zeit der WM komplett auszusetzen“. Davor und danach will er allerdings an den bisherigen Ladenöffnungszeit an Sonn- und Feiertagen festhalten. Auch Berlin will den Ladenschluss während der WM aussetzen, um mehr Service für die Fußballfans, und mehr Umsatz für die Geschäfte zu ermöglichen..

Auch der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE), Berlin, allerdings dringt auf eine bundeseinheitliche Regelung. Zwar befürwortet der Verband die Freigabe der Öffnungszeiten während der Fußballweltmeisterschaft 2006 an den Werktagen, will dies aber für alle Bundesländer. Wie HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr betonte, wäre nicht gut, wenn nur die Geschäfte in den Austragungsorten länger öffnen dürften.

Die vom 9. Juni bis 9. Juli 2006 dauernde Weltmeisterschaft könnte einen wichtigen Beitrag leisten, in Deutschland Wachstum auszulösen. Allein von den gut eine Million erwarteten ausländischen Gästen sei ein wichtiger Impuls zu erwarten.

In Deutschland seien viele Preise niedriger als in anderen Ländern, was viele Besucher zum Kauf anregen könnte. Wie viel zusätzlicher Umsatz zu erwarten sei, ließe sich aber noch nicht abschätzen.

Ralf-Jürgen Keller interpretierte betriebswirtschaftliche Zahlen und Fakten zum Markt.
Auch interessant

Sparen allein ist kein Zukunftskonzept

„Das Jahr 2004 war durchwachsen,“ so das Fazit von Ralf-Jürgen Keller auf dem Verbandstag des BIV Hessen vor seiner Darstellung von Zahlen und Fakten aus der Betriebsberatung. mehr...

Weitere Artikel aus Fokus vom 16.06.2005:

 

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel