ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Nicht nur Chips stehen im Fokus

Beim Ziel, den Arcrylamidgehalt von bestimmten Produkten zu reduzieren, stehen auch das Toastbrot - und vor allem Chips im Fokus.  (Quelle: Pixabay.com/ tuszynskib)+
Beim Ziel, den Arcrylamidgehalt von bestimmten Produkten zu reduzieren, stehen auch das Toastbrot - und vor allem Chips im Fokus. (Quelle: Pixabay.com/ tuszynskib)

Weitere Artikel zu


EU-Verordnung

Die EU-Kommission hat sich nun auf Vorgaben zur Reduzierung von Acrylamid geeinigt.

Brüssel (abz). Laut , haben sich die Mitgliedstaaten auf eine Acrylamid-Verordnung geeinigt, zu der seit Sommer 2017 ein entsprechender Entwurf vorliegt, wie verschiedene Medien berichten. Immer mit dem Hinweis, dass die EU Acrylamid als krebserregend einstuft. Der Stoff entsteht beim starken Erhitzen von kohlehydratreichen Lebensmitteln, also etwa beim Frittieren von Pommes und beim Backen von Keksen und Brot. Grund für die Bildung des Stoffs sind unter anderem Glukose und Fruktose, hohe Temperaturen bei der Zubereitung und ein geringer Wassergehalt des Lebensmittels.

Ab April 2018 gelten laut Medienberichten nun verbindlich strengere Vorgaben für Lebensmittelhersteller. Sie müssten dem Gesetzestext zufolge zum Beispiel darauf achten, dass die Produkte nicht zu lange und nicht zu heiß geröstet oder gebacken werden. Außerdem sind sie dazu angehalten, den Zuckergehalt zu reduzieren - etwa durch das Blanchieren der Kartoffelprodukte vor dem Erhitzen. Zu den betroffenen Lebensmitteln zählen auch Kaffee und Frühstücks-Cerealien.

Mit dem Verordnungsentwurf hat sich ZV-Präsident Michael Wippler nach Bekanntgabe zufrieden gezeigt. Schließlich standen ursprünglich auch Höchstwerte auf der Agenda, die vorerst nicht kommen. Damit hält sich der finanzielle und bürokratische Aufwand für Bäcker in Grenzen. Welche Folgen die Umsetzung der Acrylamid-Verordnung ab 2018 für die Branche tatsächlich hat, muss sich zeigen.

Weitere Artikel aus Fokus vom 23.11.2017:

 

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel