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Es geht aufwärts: Mieten sinken

Ein Gespräch mit dem Vermieter könnte lohnen: Die Mieten für Gewerbeflächen sinken. (Quelle: Fotolia/Friedberg)+
Ein Gespräch mit dem Vermieter könnte lohnen: Die Mieten für Gewerbeflächen sinken. (Quelle: Fotolia/Friedberg)

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Anders als auf dem Wohnungsmarkt entwickeln sich die Quadratmeterpreise für Gewerbeflächen jenseits exklusiver Premiumlagen rückläufig

Die Königsallee in ist eine dieser Adressen. Auch die Anlieger der Kaufingerstraße in München scheren sich öffentlich nicht um so profane Niedrigkeiten wie Mietpreise von rund 300 Euro – pro Quadratmeter. Dass sich da kein Bäcker die Nachbarschaft mit Schicki-Juwelier und Parfümhalle teilt, ist selbsterklärend.

Dabei haben Bäcker bei Vermietern von sehr gute Karten: Sie stehen als Nahversorger für tägliche Frequenz, von deren Glanz auch die umliegenden Geschäfte beschienen werden. Betreiben sie zusätzlich ein ambitioniertes Gastro-Konzept, rollen ihnen kluge Immobilienbesitzer den roten Teppich aus und quetschen nicht den letzten Euro aus dem Quadratmeterpreis heraus.

In Verbindung mit sinkenden Mietpreisen überall da, wo die Strahlkraft von Deutschlands Premiumlagen in Großstädten weniger hell scheint, ergeben sich aktuell für Backbetriebe, die neue Filialen eröffnen oder den alten Pachtvertrag neu verhandeln können, daher bequeme Zeiten.

Allerdings warnt Martin Eisenmann von der Industrie- und Handelskammer davor, nur auf die Mietpreise zu schielen: „Wenn die Frequenz insgesamt nicht stimmt, tragen auch niedrige nicht zu auskömmlicher Flächenproduktivität bei.“

Betriebsberater Arne Struß, der in Norddeutschland tätig ist, rät außerdem, bei der Fläche großzügig zu kalkulieren, um Spielraum rund um den späteren Ausbau des Snack- und Kaffeegeschäfts zu haben: „Möglichst nicht unter 140 Quadratmetern anmieten“, lautet sein Rat. (aram)

Dazu auch Interview, Kommentar (S. 2) und Bericht (S. 3)

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