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Aktuell
Creditreform-Umfrage: Konjunktur im Handwerk auf neuem Hoch / Stimmung im Westen besser als im Osten / Investitionsbereitschaft wächst
Neuss (p). 43,5 Prozent der knapp 3500 im Frühjahr 2007 von der Creditreform befragten Handwerksbetriebe geben ihrer aktuellen Geschäftslage die Noten sehr gut und gut. Dies entspricht einem deutlichen Anstieg um 14,4 Prozentpunkte im Jahresvergleich.
Lediglich 5,5 Prozent der Unternehmen urteilen mit mangelhaft oder ungenügend bei der Einschätzung ihrer aktuellen Geschäftslage (im Frühjahr waren es mit 13,4 Prozent noch mehr als doppelt so viele). Die Stimmung ist in Westdeutschland besser als im Osten. Während in den alten Bundesländern 44,1 Prozent gute Noten vergeben, sind es in den neuen nur 42 Prozent. Als schlecht bezeichnen ihre Geschäftslage 4,9 Prozent (Vorjahr: 12,7
Der Saldo aus guten und schlechten Einschätzungen zur Geschäftslage steigt damit auf ein All-time-high von 38,0 Prozent (Vorjahr: 15,7 %).
Auch die Umsätze haben deutlich zugelegt, bleiben aber hinter den guten Aussagen zur Geschäftslage zurück: 35,3 Prozent der Handwerksunternehmen berichten von gestiegenen Umsätzen (Vorjahr: 25,8 %).
Umsatzeinbußen verzeichnen nur noch 15,2 Prozent; im letzten Frühjahr waren es noch 27,5 Prozent. Insbesondere das Bau- und Ausbaugewerbe erfreut sich steigender Umsatzzahlen: Um 16,0 Prozentpunkte auf 35,0 Prozent stieg der Anteil an Betrieben an, die im vergangenen Jahr mehr umsetzen konnten. Sinkende Umsätze mussten 14,2 Prozent hinnehmen – 19,0 Prozentpunkte weniger als im Frühjahr 2006.
Sich von Mitarbeitern trennen mussten dagegen nur 16,0 Prozent – im letzten Frühjahr waren es noch 28,7 Prozent. Der Beschäftigungssaldo im Handwerk liegt aktuell bei 11,2 Prozent und damit so hoch wie in den vergangenen zehn Jahren nicht.
Wenngleich die Aussichten auf die kommenden sechs Monate von Zuversicht geprägt sind, so fallen die Beurteilungen doch gegenüber der Lagebeurteilung ab. Aktuell erwarten 30,7 Prozent der Handwerksbetriebe innerhalb der nächsten sechs Monate steigende Umsätze. Das entspricht einem moderaten Anstieg um 4,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Betriebe, die mit sinkenden Umsätzen rechnet, fiel leicht um 0,9 Prozentpunkte auf 14,9 Prozent. Dennoch: Mit 15,8 Prozent liegt der Saldo der künftigen Umsatzsituation so hoch wie noch nie innerhalb der vergangenen zehn Jahre.
Die Investitionsbereitschaft im deutschen Handwerk liegt zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder über der 50-Prozent-Marke. Aktuell planen 53,2 Prozent der Befragten zu investieren. Im letzten Frühjahr waren es lediglich 46,9 Prozent. Ebenfalls erfreulich ist, dass die wichtigen Erweiterungsinvestitionen zunahmen. 41,9 Prozent (Vorjahr: 35,8 %) möchten in Erweiterungen ihres Betriebes investieren. Ersatzinvestitionen wollen 60,1 Prozent tätigen (Vorjahr: 64,8 Prozent) und 22,4 Prozent werden rationalisieren (Vorjahr: 23,0 %).
Durchschnitt. Hier war ein Rückgang um 15,1 Prozent auf 31.300 Fälle zu veranschlagen.
Die Eigenkapitalsituation im Handwerk entspannt sich langsam. Während aktuell 14,0 Prozent (Vorjahr: 13,9 %) der Betriebe über mehr als 30 Prozent im Verhältnis zur Bilanzsumme und damit ausreichend Eigenkapital verfügen, haben nur noch 35,7 Prozent weniger als bedenkliche zehn Prozent Eigenkapital zur Verfügung. Im letzten Jahr lag der Wert noch bei 38,4 Prozent.
Das Zahlungsverhalten ihrer Kunden schätzen die Handwerker deutlich besser ein als im letzten Jahr: 43,0 Prozent
bezeichnen es als sehr gut oder gut (Vorjahr: 34,2 %) und nur noch 5,0 Prozent urteilen mit mangelhaft oder ungenügend. Im Frühjahr 2006 waren es noch 9,5 Prozent. 84,4 Prozent der privaten Auftragnehmer und 68,2 Prozent der öffentlichen begleichen ihre Rechnung fristgerecht innerhalb von 30 Tagen.
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