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Erst Scheinrechnungen, dann Pleite

Die Großbäckerei Stauffenberg stellt wieder Brot und Brötchen her, nach der Insolvenz nun aber mit deutlich weniger Personal. +
Die Großbäckerei Stauffenberg stellt wieder Brot und Brötchen her, nach der Insolvenz nun aber mit deutlich weniger Personal.

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Millionenbetrug

Stauffenberg-Chef Frank Ostendorf gesteht Tricksereien, die die Großbäckerei in die Insolvenz geführt haben.

Essen (abz). Der Geschäftsführer und Besitzer der Gelsenkirchener Großbäckerei Stauffenberg, , muss sich wegen Betrugs vor dem Landgericht Essen verantworten. Wie die Tageszeitung "Der Westen" berichtet, gestand der Firmenchef unter Tränen, wie es zu den Tricksereien gekommen ist.

Die Großbäckerei gehört zum Firmenimperium der Familie Ostendorf, das Frank Ostendorfs Vater Klaus zusammengekauft hat. 2001 stieg Sohn Frank in das Gelsenkirchener Unternehmen ein, das Großkunden wie Aldi, Lidl und Netto belieferte. Die Firma sei aber rechtlich getrennt gewesen von den Gesellschaften der anderen Familienmitglieder, so die Informationen der Tageszeitung. Trotzdem wurde sie gewissermaßen in Sippenhaft genommen, nachdem "Müller Brot" als das Unternehmen von Vater wegen Mäusekot und anderer Hygienemängel  in die Schlagzeilen geriet. Frank Ostendorf sagte dazu vor , dass sie diese Krise überwunden hätten, aber als sie 2013 einen neuen Großauftrag bekommen haben, seien sie von der Kapazität her überfordert gewesen. Daraufhin habe der neue Großkunde erst mal keine Ware mehr abgenommen, so dass sie in Liquiditätsengpässe gekommen seien. Da hätten sie die Idee mit den Scheinrechnungen gehabt. Sie bedienten sich einer Factoring-Firma, die ihnen die Rechnungsbeträge vorfinanzierte. Dazu haben sie innerhalb von vier Monaten 90 Rechnungen über sechs Millionen Euro eingereicht, die die Factoring-Firma auch bezahlte. Das war ein Fehler, so Ostendorf vor Gericht. Im vergangenen Oktober zeigten sich seine beiden Geschäftsführer und er selbst an, die Großbäckerei ging daraufhin in die . Im Februar übernahm Frank Ostendorf die Großbäckerei dann mit weniger Personal.

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