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Ernährungsindustrie zeigt sich robust

Die Umsatzentwicklung der Lebensmittelhersteller ist stabil.  (Quelle: Andreas Hermsdorf/Pixelio.de)+
Die Umsatzentwicklung der Lebensmittelhersteller ist stabil. (Quelle: Andreas Hermsdorf/Pixelio.de)

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Konjunktur

Niedrige Verbraucherpreise stützen den , aber steigende Produktionskosten drücken auf die Ertragslage der .

Berlin (abz). Die Ernährungsindustrie erwirtschaftete im März  einen von 14,6 Mrd. Euro. Das Wachstum von plus 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet damit eine insgesamt stabile Umsatzentwicklung für die . Die die Verkaufspreissteigerungen aber stagnieren, sinkt der Branchenumsatz real um 0,2 Prozent. Im für das Branchenwachstum wichtigen Exportgeschäft blieben neue Impulse im März aus. Im Vorjahresvergleich sanken die Lebensmittelexporte um 5,5 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro. Soweit die Zahlen der (BVE). Ihr zufolge ist die Produktionsleistung nahezu stabil geblieben. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank nach Zugewinnen im Vormonat im März nur um 0,6 Prozent.

Agrarrohstoffmärkte und Geschäftsklima

Die Anspannung an den Agrarrohstoffmärkten setzt sich im April 2014 fort. Der Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel stieg im Vergleich zum Vormonat um 2,8 Prozent. Das Preisniveau bleibt hoch. Ernte- und witterungsbedingte Angebotsveränderungen sowie eine steigende Nachfrage führen in Teilbranchen zu schwer auszugleichenden Preisschwankungen.

Die Stimmungslage bei den Lebensmittelherstellern hat sich laut ifo-Geschäftsklimaindex Mai 2014 wieder verbessert. Die Unternehmen der Ernährungsindustrie schätzen besonders ihre aktuelle Geschäftslage und die Produktion besser ein als noch im Vorjahr. Auch die Erwartungen an das Exportgeschäft bleiben hoch. Deutlich besorgter als noch im Vorjahr zeigt sich die Branche jedoch hinsichtlich ihrer Ertragslage. Steigende Produktionskosten drücken immer weiter auf die Erträge der Lebensmittelhersteller.

Konsumklima und Verbraucherpreise

Das stabile und positive Konsumklima, ein gestärkter Konjunkturoptimismus und eine gedämpfte Teuerung am deutschen Markt stützen auch die Kauflaune bei Lebensmitteln. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten sanken im April  gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent, die Lebensmittelpreise gehen um 0,4 Prozent zurück. Im Vorjahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 1,3 Prozent, die Preise für Lebensmittel um 1,5 Prozent.

Die Ernährungsindustrie ist nach Angaben der mit 555.300 Beschäftigten der viertgrößte Industriezweig Deutschlands, sie versorgt 80 Mio. Verbraucher mit Lebensmitteln. Mit einer Exportquote von 31 Prozent schätzen zudem Kunden weltweit deutscher Produkte.


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