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Ernährungsindustrie setzt weniger um

Die Betriebe in der Ernährungsindustrie machen weniger Umsatz. (Quelle: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/Pixelio.de)+
Die Betriebe in der Ernährungsindustrie machen weniger Umsatz. (Quelle: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/Pixelio.de)

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Konjunktur

Die Branche verbucht im Februar ein Umsatzminus von -5,8 Prozent. Die Gründe: sinkende Verkaufspreise und stagnierender Absatz. Und das Geschäftsklima?

Berlin (abz). Die Ernährungsindustrie erwirtschaftete im Februar 12,7 Mrd. Euro. Die Branche nahm aufgrund erneut sinkender Verkaufspreise sowie einem stagnierenden im In- und Ausland einen Umsatzrückgang von -5,8 Prozent wertmäßig und -3,4 Prozent mengenmäßig im Vergleich zum Vorjahr hin. Auch die Lebensmittelproduktion wurde im Februar gegenüber dem Vorjahr zurückgefahren, bereinigt um Kalender- und Saisoneffekten sank der Produktionsindex um -2 Prozent. Dies geht aus den Zahlen der (BVE) hervor.

Eine Belebung des Exportgeschäfts als Wachstumsmotor der Branche blieb dem Bericht zufolge aus. Im Februar wurden Lebensmittel im Wert von 4,1 Mrd. Euro im Ausland abgesetzt, das waren -5,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Das schwache Exportgeschäft, die sinkende Mengennachfrage im Inland, mehr Kosten und Konkurrenz setzen Erträge und Arbeitsplätze der Branche unter erheblichen Druck.

Agrarrohstoffmärkte

Die Angebotssituation an den globalen Agrarrohstoffmärkten unterliegt den Ernte- und Witterungsbedingungen. Der Preistrend zeigte im Februar weiter nach oben. Die Preise an den Agrarrohstoffmärkten liegen laut weiter auf hohem Niveau und fordern bei dem starken Ertragsdruck das Kostenmanagement in der Lebensmittelherstellung heraus.

Geschäftsklima

Bei den Unternehmen der Ernährungsindustrie setzte sich im April die positive Stimmungslage aus dem Vormonat fort. Der ifo-Geschäftsklimaindex für die Ernährungsindustrie stieg um weitere 4 Punkte und lag damit 14 Punkte über dem Vorjahresergebnis. Während die Geschäftserwartungen gedämpfter ausfielen, wurde vor allem die Geschäftslage im Frühjahr positiv bewertet. Auch die Produktionspläne für die Sommermonate sind besser bewertet als noch im Vorjahr.

Konsumklima und Verbraucherpreise

Das Konsumklima in Deutschland liegt fortlaufend auf hohem Niveau und stieg im April 2015 weiter an. Besonders die Einkommenserwartungen erreichten bei der guten Arbeitsmarktlage neue Spitzenwerte. Die gute Kauflaune begünstigt jedoch nicht alle Warengruppen gleichermaßen, besonders die Nachfrage nach alltäglichen Gütern wie Lebensmitteln wird vielmehr vom zunehmenden Konsumbewusstsein der Verbraucher und dem niedrigen Inflationsdruck bestimmt. Die Verbraucherpreise stiegen im März 2015 gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozent. Die Lebensmittelpreise stagnierten im gleichen Vergleichszeitraum.


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