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Ernährungsindustrie schwächelt weiter

Keine Entspannung an den Rohstoffmärkten.  (Quelle: Kauffmann (2))+
Keine Entspannung an den Rohstoffmärkten. (Quelle: Kauffmann (2))

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Konjunktur

Die Lebensmittelbranche meldet ein deutliches Minus. Die Rohstoffpreise bleiben auf hohem Niveau. Stimmung in den Betrieben ist dennoch gut.

Berlin (abz). Die erwirtschaftete im Januar einen Umsatz von 13 Mrd. Euro und damit 7,2 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Der anhaltende Druck auf die Verkaufspreise ließ den Absatz noch um 4,6 Prozent sinken. Abzüglich von Kalender- und Saisoneffekten konnte die Lebensmittelproduktion jedoch um 1,9 Prozent ausgebaut werden. Das für die Branchenkonjunktur so wichtige Exportgeschäft blieb im Januar von Stagnation geprägt. Insgesamt konnten Lebensmittel im Wert von 4,0 Mrd. Euro im Ausland umgesetzt werden. Damit sanken die Lebensmittelexporte im Vorjahresvergleich um 12,4 Prozent. Das schwache Exportgeschäft hemmt die Wachstumsperspektiven der Branche empfindlich, Erträge und Arbeitsplätze geraten durch immer mehr Kosten und Konkurrenz erheblich unter Druck.

Agrarrohstoffmärkte

Die Angebotssituation an den globalen Agrarrohstoffmärkten hängt stark von den Ernte- und Witterungsbedingungen ab. Zu Jahresbeginn setzte sich der Preistrend nach oben fort. Der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel erhöhte sich im Januar im Vorjahresvergleich um 11,3 Prozent. Die Preise an den Agrarrohstoffmärkten liegen weiter auf hohem Niveau und fordern bei dem starken Ertragsdruck das Kostenmanagement in der Lebensmittelherstellung heraus. Die Rohstoffbestände in den Unternehmen wurden im Vergleich zum Vorjahr leicht abgebaut.

Geschäftsklima

Die Stimmungslage in den Unternehmen der Ernährungsindustrie verzeichnete im März einen deutlichen Aufschwung. Der ifo-Geschäftsklimaindex für die Ernährungsindustrie stieg um 7 Punkte, der positive Saldo verdoppelte sich damit im Vergleich zum Vorjahr. Getragen wird der neue Optimismus von im Vergleich zum Jahresauftakt deutlich verbesserten Geschäftserwartungen. Demnach soll auch die Produktion in den kommenden Frühjahrsmonaten ausgebaut werden.

Konsumklima und Verbraucherpreise

Das deutsche Konsumklima steigt im März weiter und prognostiziert für April den höchsten Wert seit 13 Jahren. Die guten Konjunkturerwartungen der Verbraucher haben die Einkommenserwartungen und die Anschaffungsneigung weiter angehoben. Der Nachfrage nach alltäglichen Gütern wie Lebensmitteln kommt dieser Trend jedoch nur wenig zu Gute, denn die Verbraucher tätigen lieber größere Investitionen. Dabei bleiben die Verbraucherpreise insgesamt und für Lebensmittel niedrig: im Februar erhöhten sich die Lebensmittelpreise im Vormonatsvergleich leicht um 0,7 Prozent, die allgemeinen Lebenshaltungskosten um 0,9 Prozent; gegenüber dem Vorjahresmonat sanken die Lebensmittelpreise um 0,2 Prozent, die Verbraucherpreise stiegen um 0,1 Prozent.

Steigende Qualitätsansprüche der Konsumenten begünstigen den Kauf höherwertiger Produkte.
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