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Keine Gentechnik im Brot

Weizengebäcke haben bei vielen Verbrauchern den Ruf als Krank- und Dickmacher. (Quelle: Foto: pixabay)+
Weizengebäcke haben bei vielen Verbrauchern den Ruf als Krank- und Dickmacher. (Quelle: Foto: pixabay)

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Weizen in Backwaren wird oft als Krankmacher dargestellt. Laut einer Lebensmittelexpertin handelt es sich dabei um eine Marketingstrategie.

Waldenburg (abz). Es gebe keinen genmanipulierten auf dem Markt und neuartige seien auch ein Gerücht. Auf der Herbsttagung der Stadt-Land-Partnerschaft im Evangelischen Bauernwerk in Hohebuch hat Katharina Scherf vom Leibniz-Institut für Lebensmittelchemie einige Behauptungen über Weizen widerlegt.

Nach Angaben der Stimme hat die Lebensmittelexpertin zunächst erklärt, dass es keinen mit veränderten Weizen auf dem Markt gibt und neuartige Proteine auch nicht existieren. Damit entkräftete sie die Behauptung, dass „moderner Weizen“ potenzielle toxische Proteine enthalte. Das süchtig machende Opioid sei ebenso in Lebensmitteln, wie Reis, Fleisch und Milch enthalten, jedoch würde es - im Gegensatz zum Weizen - bei diesen Lebensmitteln nicht problematisiert werden. Zur Problematik von als Allergen habe sie sich auch geäußert. Etwa ein Prozent der Bevölkerung würde mit chronischen Erkrankungen des Dickdarms auf Gluten reagieren. Das könne mit einer glutenfreien Ernährung therapiert werden, ist aber nicht nur durch den Verzicht auf Weizen erreicht.

Scherf begründet die zahlreichen Fehlinformation rund um Weizen mit einer Vermarktungsstrategie: Wenn eine ärztlich diagnostizierte Unverträglichkeit einen Verzicht auf glutenhaltiges Getreide rechtfertige, dann müsse man die glutenfreien, am Markt sehr teuren Spezialprodukte kaufen. Wenn aber gesunde Menschen glutenfreie Produkte kauften, sei dies lediglich ein pfiffiger Marketing-Gag der Lebensmittelwirtschaft.


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  • Brot
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    Brot

    Ein mediterranes Weizenbrot mit Rucola und Feta gebacken, das softe Dinkel-Hafer-Quark-Brot, ein Vollkornschrotbrot mit Cranberries und das super saftige Roggenmischbrot - es gibt sie: ausgewählte bekannte und neue Brotsorten, die den Käuferwünschen unserer modernen Gesellschaft entsprechen.

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Verstehen sich (von links): Maximilian Tauer, Bäckermeister Guido Tauer, Freda und Friedrich von Gilsa.
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