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Ernteausfälle auf der ganzen Welt

BU: Die Ernteergebnisse fallen in diesem Jahr weltweit schlecht aus.  (Quelle: Fotolia/ Lutz B.)+
BU: Die Ernteergebnisse fallen in diesem Jahr weltweit schlecht aus. (Quelle: Fotolia/ Lutz B.)

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Russland, der größte Exporteur, erwartet eine um 20 Millionen Tonnen schlechtere Ernte als 2017/18.

Stuttgart (abz). Nicht nur deutsche Landwirte klagen über beim Getreide durch die lang andauernde Hitze und geringe Niederschläge. Auch Russland, der weltweit größte Exporteur von Weizen, erwartet den ersten Ernterückgang seit sechs Jahren. An den Rohstoffmärkten ist der Preis für einen Weizenkontrakt nach Angaben des Datenanbieters Bloomberg in diesem Monat bereits um zehn Prozent gestiegen. Er sei damit auf den höchsten Stand seit drei Jahren geklettert, schreibt welt.de. Das russische Landwirtschaftsministerium hat seine Weizenernteprognose auf 64,4 Mio. t (2017/18: 85 Mio. t) gesenkt.

Die Zeiten üppiger Ernten sind weltweit rückläufig. Einem Bericht zufolge verbraucht die Welt 2018/19 deutlich mehr Weizen und Futtergetreide als sie erzeugt und muss zur Deckung ihres wachsenden Bedarfs auf die Lagerbestände vor allem in den wichtigsten Exportnationen zurückgreifen. In einigen Regionen wirkt sich die Entwicklung bereits jetzt auf die Kosten für Brot aus. So bezahlt Ägypten für seine Brot-Importe zur Versorgung der rund 95 Millionen Einwohner die höchsten Preise seit drei Jahren.

In Deutschland rechnet der Deutsche Bauernverband im Schnitt mit Ernteausfällen in Höhe von 20 Prozent, im Norden und Osten breche die um bis zu 70 Prozent ein.

 

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