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Kommentar

Hygiene ist das A und O in einem Betrieb, in dem mit Lebensmitteln hantiert wird. Mit Argusaugen beobachten Verbraucher in Bäckereien, ob Mitarbeiter Handschuhe tragen oder mit bloßen Händen Backwaren anfassen. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass das Tragen von Handschuhen gar nicht die großen hygienischen Vorteile bringt wie angenommen – zumal sie auch eine Belastung für die Haut darstellen.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel (BGN) hat nun in einer bundesweiten Untersuchung nachgewiesen, dass die Oberfläche von Brot und Brötchen weit weniger mit Keimen belastet ist als bisher angenommen. Der marginale Unterschied beläuft sich auf 0,3 Bakterien pro Quadratzentimeter mehr – wenn die Backwaren tatsächlich ohne Handschuhe berührt wurden. Verkäuferinnen verwenden sogar häufig Einpackpapier, um die Waren anzufassen.

Einmalhandschuhe sollten daher bald der Vergangenheit angehören, denn dass das Klima in ihnen für die Haut nicht das beste ist, kann jede Hausfrau bestätigen.

Ich als Konsumentin bringe wahrscheinlich mehr Verunreinigungen an meine Brezel auf die Hand, wenn ich mich zuvor an klebrigen Haltegriffen im Bus festgehalten habe.

Aber die ganze Diskussion über das Tragen von Handschuhen an Verkaufstheken könnte sowieso bald hinfällig werden, denn die Möglichkeiten von bargeldlosem Bezahlen werden weiter zunehmen. Siehe Seite 7.

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