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Einen Coffee-to-go ohne Müll bitte!

Sauberes Mehrweggeschirr mit dem LKW von cup&more und der M-iQ von Meiko. © Markus Dietze (Quelle: MEIKO Maschinenbau GmbH & Co. KG)+
Sauberes Mehrweggeschirr mit dem LKW von cup&more und der M-iQ von Meiko. © Markus Dietze (Quelle: MEIKO Maschinenbau GmbH & Co. KG)

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Coffee-to-go mit Wegwerfbechern wird bei Verbrauchern zunehmend zum No-Go. Mehrweglösungen müssen her! Diese entwickelt Michael Andresen mit cup&more. Teil des Hygienekonzepts: Spültechnik von .

2,8 Milliarden Einwegbecher sorgen in Deutschland jedes Jahr für riesige Müllberge und verschwenden riesige Mengen an Ressourcen: insgesamt etwa 22.000 Tonnen Rohöl, 29.000 Tonnen Papier und 1,5 Milliarden Liter Wasser. Die Verbraucher sind sensibilisiert – und die Bäcker suchen nach Mehrweglösungen für den Kaffee zum Mitnehmen. Michael Andresen ist ein Anbieter hierfür. Seine Einschätzung: „Wir werden im nächsten Jahr sehen, dass sich Angebot und Nachfrage für eine Mehrwegbecherlösung im Coffee-to-go-Bereich treffen werden. Wenn man Mehrweglösungen richtig entwickelt, werden die Verbraucher diese auch nutzen.“

Einweg ist kein Weg

Der Gründer und Inhaber des Unternehmens cup&more – Andresen Mehrweglogistik weiß, wovon er spricht, und hat eine Lösung entwickelt, die den Ressourcenverbrauch eindämmen soll: Mehrwegbecher, die nicht der Verbraucher spült, sondern Andresen mit seinem Unternehmen. Von der Firmenzentrale in Bad Segeberg aus bietet cup&more seine Dienste bundesweit an. Michael Andresen hat zu diesem Zweck einen LKW-Anhänger in besonderer Weise umgebaut: Er integrierte darin eine M-iQ aus dem Hause Meiko. Leistungsfähige Spültechnologie für große Mengen Geschirr, das schnell gereinigt werden muss, gewinnt dadurch an Mobilität und Flexibilität. Als Dienstleister in Sachen Mehrweglogistik im Bereich Non-Food-Catering hat er seine Visitenkarte unter anderem auch bei der Fußball-WM in Stuttgart abgegeben, wo er 1,5 Millionen Mehrwegbecher spülte.

Mehrweglösungen für Bäckereien

Andresen hat darüber hinaus bereits bei der Bäckerinnung Hamburg ein Konzept vorgestellt, wie eine Mehrwegbecherlösung für Bäckereien aussehen könnte. Das Konzept sieht zwei Herangehensweisen vor: Bäcker können ihren Kunden entweder einen Pfandbecher anbieten oder ihnen einen „Lieblingsbecher“ verkaufen. „Natürlich weiß ich um die Bedenken in Sachen Hygiene, wenn der Kunde einen Kaffeebecher zum Befüllen über den Tresen reicht“, so Michael Andresen. Aber: Trotz Haftungsrisiko für Inverkehrbringer nach dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) bzw. trotz Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) ist das Wiederbefüllen von Bechern an der Bäckertheke erlaubt. „Mittlerweile haben fast alle Bundesländer eine Handlungsempfehlung zum Befüllen von Mehrwegbehältnissen mit Heißgetränken verabschiedet“, so Michael Andresen.

Bislang offene Fragen wie die nach Pfandgeldausgleich, Wiederbeschaffung, zentrale Reinigung etc. hat er längst beantwortet und tragfähige Lösungen entwickelt. „Interessierten Bäckern stehen wir mit Mehrwegsystemen, Beratung und Begleitung am Point of Sale, mit einem Controlling-System für die zentrale Pfandabrechnung, mit unserem Ideen-Pool und der Bereitschaft zum Know-how-Transfer zur Seite.“ Dass sein Team und er dies können, beweist auch die Tatsache, dass das Unternehmen nominiert war für den Nachhaltigkeitspreis Schleswig-Holstein 2017.

Pfand- statt Wegwerfbecher

Mittlerweile ist cup&more auch mit Kommunen im Gespräch: „Meistens ist es die Abfallwirtschaft, die den Stein ins Rollen bringt. Das Einsammeln der weggeworfenen Becher und deren Entsorgung kosten sehr viel Geld.“ Und so haben einige Kommunen mittlerweile sogar ihren eigenen Becher – wie die Freiburger seit Ende 2016 ihren „Freiburg-Cup“. Inzwischen beteiligen sich rund 100 Cafés, Bäckereien und Co. an der Aktion, etwa 26.000 spülmaschinenfeste Pfandbecher wurden bereits ausgeliefert, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt heißt.

Trotz dieser positiven Bilanz ist die gezielte Ansprache der Kaffeetrinker durch das Thekenpersonal unverzichtbar. Dieser Ansicht ist auch Michael Andresen: „Wenn der Prozess direkt beim Personal nicht so angstfrei und einfach wie möglich abläuft, kann ein Mehrwegsystem nicht funktionieren.“ Andresen ist indes zuversichtlich: „In wenigen Jahren schon werden sich die Leute schämen, wenn man sie mit einem Einwegbecher in der Stadt sieht.“

MEIKO Maschinenbau GmbH & Co. KG

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