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Ein Nachfrageschub bei Biogetreide


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ZMP: Einige Lebensmittelketten wollen Biobrot in ihr Sortiment aufzunehmen

Bonn (age). Eine verstärkte Nachfrage nach Biogetreide verzeichnet die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) gegenwärtig aus dem Bäckerbereich. Als Ursache nannte die ZMP, dass sich einige Lebensmittelketten entschlossen hätten, Biobrot in ihr Sortiment aufzunehmen. Es werde erwartet, dass der Anteil des im Lebensmitteleinzelhandel vermarkteten Brotes, der gegenwärtig bei 12 Prozent liege, in dieser Kampagne spürbar ansteige.

Nach Einschätzung der ZMP sind die Qualitäten des diesjährigen Biogetreides sehr uneinheitlich, insgesamt jedoch besser als aufgrund der ungünstigen Witterung während der Sommermonate zunächst befürchtet worden sei. Vergleichsweise hoch sei der Anteil der Futterqualitäten, in einigen Erzeugergemeinschaften liege er bei 50  bis 70 Prozent. Allerdings könne derzeit noch nicht vorhergesagt werden, zu welchem Prozentsatz der geerntete Weizen insgesamt lediglich zu Futterzwecken genutzt werden könne. Festzustellen sei eine geringe Körnergröße, berichtete die ZMP. Während die Körner ausreichend Rohprotein enthielten, seien es oft die Klebergehalte, die ungewöhnlich gering ausfallen und somit die Backqualitäten einschränkten. Es bleibt daher abzuwarten, welche Qualitäten in diesem Jahr noch verbacken werden können und inwieweit die Qualitätsanforderungen an die Marktsituation angepasst werden. Auch die Frage der Importe werde möglicherweise eine Rolle spielen, wenngleich in anderen Ländern Mitteleuropas bei Biogetreide ebenfalls nur mittlere Qualitäten eingefahren worden seien.

Der Erzeugerpreis für Bioweizen guter Qualität hat sich laut ZMP inzwischen bei 24 Euro/dt bis 25 Euro/dt eingepegelt. In der weiteren Saison könne für Aufmischpartien mit deutlichen Preiszuschlägen gerechnet werden. Auch der Roggenpreis habe spürbar angezogen und liege derzeit bei 19 Euro/dt bis 20 Euro/dt. Beim Dinkel werde mit ähnlichen Preisen wie im Vorjahr gerechnet, obwohl in einigen Regionen lediglich Futterdinkel geerntet worden sei. Der Haferpreis sei aufgrund der knappen Menge an guten Qualitäten auf etwa 20 Euro/dt gestiegen, teilten die Marktbeobachter mit. Anders stelle sich die Situation beim Futtergetreide dar. Einige Roggenpartien seien gleich in den konventionellen Markt geflossen.

Die Preise blieben hier auf dem Niveau der letzten Saison. Einerseits sei durch die Transportkosten der Abstand zum Preis für konventionellen Roggen zu gering. Andererseits könne durch das reichliche Angebot kaum mit einer Preiserholung gerechnet werden.

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