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Ein Bayer backt besser

Die Landessieger der Bäckerjugend zeigten beim Bundesentscheid „hervorragende Leistungen“.  (Quelle: Akademie Weinheim)+
Die Landessieger der Bäckerjugend zeigten beim Bundesentscheid „hervorragende Leistungen“. (Quelle: Akademie Weinheim)

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Deutsche Meisterschaft

Die Besten der Bäckerjugend glänzen bei ihrer Deutschen Meisterschaft. Die Titel gehen nach Altötting und Tüßling.

Es blieb spannend bis zuletzt. Die Bäcker und Verkäuferinnen, ihre Angehörige und Freunde, die zur Siegerehrung gekommen waren – viele im Saal hielt es kaum noch auf den Stühlen, als der Jury-Vorsitzende daran ging, das Ergebnis zu verkünden: „Drei Tage unter voller Anspannung haben Sie hervorragende Leistungen erbracht“, lobte Hessens Landesinnungsmeister Wolfgang Schäfer den Nachwuchs, der es bis zum Bundesentscheid an der Akademie des Bäckerhandwerks in Weinheim geschafft hatte. Dann überraschte er die Teilnehmer mit dem ersten Resultat.

„Sie sind alle als Sieger angereist, und sie fahren alle als Sieger nach Hause“, betonte Schäfer. Wie in den Vorjahren gab es nur die Platzierungen eins bis vier. Der Abstand zwischen viertem und drittem Platz sei in vielen Fällen hauchdünn gewesen. Einzeln rief Schäfer die Teilnehmer auf das Podest, und zuerst verriet er immer die Namen der Viertplatzierten. Die beiden neuen Titelträger mussten bis zum Schluss warten.

„Die Siegerehrung war toll“, sagte Georg Hermann (24) hinterher. Der neue Deutschen Meister der Bäcker musste von allen am längsten warten, hatte aber wie er selber sagt, währenddessen ein gutes Gefühl. „Als ich nach dem Wettbewerb im Schaufenster die Gebäcke aller Teilnehmer sah, dachte ich mir, dass es für einen der ersten drei Plätze reichen könnte.“ Als er den Pokal bekam, strahlte er. Und fast genauso strahlte sein Ausbilder, Karl-Heinz Hoffmann aus München. Herrmann: „ Ich habe hart daran gearbeitet, dass hierher komme, mein Chef und der Schulleiter in Lochham haben mich gut unterstützt.“ Wie sieht das Berufsziel aus? „Ich will später den elterlichen Betrieb in Altötting übernehmen.“

Bereits vor Hermann Grund zum Jubeln hatte Annabell Geiling (21) aus Tüßling. Sie wurde Deutsche Meisterin der Fachverkäuferinnen. Die Atomsphäre unter den Teilnehmern fand sie angenehm. „Hier war nicht nur Konkurrenzdruck.“ Am „meisten Angst“ hatte sie vor dem Verkaufsgespräch. Dabei: „Das war dann wirklich locker.“ Auch Geiling hat in der Vorbereitung gute Unterstützung bekommen. Und das nicht nur im Ausbildungsbetrieb, der Bäckerei Eicher in Erharting. „Mein Chef hat in Lochham angerufen, ich durfte zwei Tage in einem Kurs an der Schule trainieren.“

Die beiden Erstplatzierten bekamen einen Fortbildungsgutschein im Wert von jeweils 3000 Euro vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks. Einlösen können sie den Gutschein an jeder Akademie des Bäckerhandwerks. Für die drei besten Bäcker und Verkäuferinnen gab es Fortbildungsgutscheine im Wert von 200, 300 und 500 Euro von der Karlheinz-Wiesheu-Stiftung. „Man spürt hier, wie dynamisch diese jungen Leute sind“, lobte Karlheinz Wiesheu in Weinheim die Preisträger. Und so heißen die jungen Männer und Frauen, die besonders gut abgeschnitten haben:

 

Verkäuferinnen: 1. Platz: Annabell Geiling; 2. Platz: Madeleine Mayerhöfer (Achern, Baden-Württemberg); 3. Platz: Nina Brand-Kruth (Neuhof, Hessen).

 

Bäcker: 1. Platz: Georg Hermann; 2 Platz: Marion Wurst (Jagsthausen, Baden-Württemberg); 3. Platz: Niklas Dwenger (Rellingen, Schleswig-Holstein).

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