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Eierpreise kommen „on top“

Die Kosten des Wareneinsatzes nehmen stetig zu, Eier bilden da nur die Spitze des „Eisbergs“.  (Quelle: Fotolia)+
Die Kosten des Wareneinsatzes nehmen stetig zu, Eier bilden da nur die Spitze des „Eisbergs“. (Quelle: Fotolia)

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Die Einkaufspreise für Rohstoffe steigen permanent, eine Stabilisierung ist vorerst nicht zu erwarten. Und jetzt schlagen auch noch die Kosten für Hühnereier ins Kontor.

Am Rohstoffmarkt ist keine Entspannung in Sicht. Aufgrund der Nachfrage steigt der Kaffeepreis stetig, wegen der EU-Quotenregelung zieht der Zuckerpreis an und Saaten, insbesondere Sonnenblumenkerne, sind fest in den Händen von Spekulanten. Der ist außerdem stark davon abhängig, wie stark Speiseöle nachgefragt werden. Kurz, auch hier ist tendenziell mit höheren Preisen zu rechnen. Erschwerend kommen noch Währungsschwankungen am internationalen Rohstoffmarkt hinzu. Aber auch wenn die Mehlpreise momentan leidlich konstant sind, dürfte die Aussage von Josef Bünger aktueller sein denn je: „Der Wareneinsatz verhagelt uns das Ergebnis“, hat der Betriebsberater im letzten ABZ-Monitor zu Protokoll gegeben. Hier stünden bis zu 20 Prozent Preissteigerungen ins Haus.

Leider sorgt der Eiertanz bei den Eierpreisen für weitere Belastungen. Die Steigerung von 12 auf 30 Cent pro Ei kommt quasi noch „on top“ (siehe auch Seite 3). Keine Bagatelle, denn gerade in diesem Bereich macht Kleinvieh eben auch Mist und beflügelt die Diskussion um notwendige Preissteigerungen an der Verkaufsfront. Das kann Bäckermeister Michael Homberg aus dem hessischen Driedorf bestätigen: „Zwar hält sich der Kostenanteil von Eiern in Grenzen, aber er kommt eben belastend hinzu. Das Problem ist, die dauernden Kostensteigerungen auch weitergeben zu können.“

Olaf Schütz von der Bäko Rhein-Main-Limburg kann diesbezüglich keine Entwarnung geben: „Bei den Eierpreisen sehe ich frühestens nach Ostern eine Entspannung.“

Nach den schweren Dürren in den Vereinigten Staaten steuert der Weizenpreis auch in Deutschland auf historische Höchststände zu.
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