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Dreck am Stecken

Dreck am Stecken (Quelle: Unternehmen)+
Dreck am Stecken (Quelle: Unternehmen)

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Kommentar

Hygiene-Barometer, Hygiene-Ampel, Hygiene-Smiley, Hygiene-Siegel – die Hygiene ist wieder in aller Munde, seit die Hygiene-Ampel in ausgebremst ist. Seit bald zehn Jahren versucht die Politik, ein sichtbares Zeichen ihrer Aktivitäten in Sachen Verbrauchersicherheit zu setzen. Klar, es ist ja eine zentrale Aufgabe der Politik, die Bevölkerung vor den überall lauernden Gesundheitsgefahren zu schützen.

Das hat bisher – mehr oder weniger erfolgreich – die Lebensmittelkontrolle übernommen. Aber das ist aufwändig und so selbstverständlich, dass sich keine Partei damit wahlfördernd profilieren kann. Dabei hat das bisherige System der Regelkontrolle und der Nachkontrollen mit Bußgeldern und dem Damoklesschwert der Betriebsschließung genug Potenzial, für saubere Zustände zu sorgen.

Leider ist da den Kontrolleuren aber in der Vergangenheit einiges durch die Lappen gegangen, um den Hygienejargon zu bemühen. Ich sage nur Müller-Brot, wo sich vermutlich der Personalmangel und die Sehschwäche einiger zuständiger Personen bemerkbar gemacht hat. Seitdem wird verstärkt Druck aufgebaut. Dazu gehört selbstverständlich auch, die drohende Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse.

Es ist ja auch eigentlich okay, den Selbstverantwortungsreflex der Betriebsinhaber damit zu reizen. Denn es sollte schon im Eigeninteresse der Unternehmer sein, sauber zu arbeiten. Aber wie es aussieht, soll die Siegel-Geschichte den Behörden helfen, Aufwand und Geld zu sparen.

Dafür würde sich der administrative Aufwand für Unternehmen erhöhen. Dabei hat man doch bisher ein recht verständliches Hygiene-Siegel im Programm: Ist der Laden dicht, hat er Dreck am Stecken.

Das Oberverwaltungsgericht sagt Nein zum Internetportal namens Smiley-Projekt im Bezirk Pankow.
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