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DLG-Medaillen für die Werbung nutzen

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INTERVIEW der woche

Dr. Thomas Schmidt ist stellvertretender Geschäftsführer des Testzentrums

Lebensmittel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) und Leiter des Bereiches Back-, Süßwaren und Getreidenährmittel. Bei der DLG werden jährlich rund 2500 Brote und Backwaren geprüft. Die neutrale Prüfung und die DLG-Medaillen haben einen hohen Bekanntheitsgrad bei Verbrauchern.

ABZ: Welche Betriebe lassen bei der DLG Brot prüfen? Wie ist die Verteilung zwischen Industrie- und Handwerksbäckern?

Dr. Thomas Schmidt: Betriebe aller Größenordnungen nehmen an unseren Qualitätsprüfungen teil – vom Kleinstbetrieb, mittleren Betrieb bis hin zu Großbetrieben mit mehreren Filialen. Wir haben eine gute Mischung der Teilnehmer. Man kann sagen, jeweils zu einem Drittel Kleinbetriebe, ein Drittel mittlere Betriebe und ein Drittel Industriebetriebe. Die Gründe der Teilnahme sind unterschiedlich. In erster Linie geht es um die DLG-Prämierung und die marketingmäßige Herausstellung der erzielten Preise und der DLG-Urkunde. Es geht aber auch um den Nachweis einer neutralen Qualitätsprüfung zu Zwecken der internen Qualitätssicherung.

ABZ: Das Bäckerhandwerk bietet auch selbst eine Brotprüfung an. Was spricht für die DLG-Prüfung? Ergänzen sich die beiden Prüfungen oder stehen Sie im Wettbewerb zueinander?

Dr. Thomas Schmidt: Seit über 120 Jahren steht die DLG für Qualitätsprüfungen, für Lebensmittelqualität und Sensorik. Unsere Kernkompetenz bei den Qualitätswettbewerben setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen: Dem überregionalen Qualitätsvergleich der Besten, konzentriert an einem Ort und begutachtet von besonders geschulten Fachleuten aus Deutschland und dem benachbarten Ausland, dem Organisations-Know-how, etwa bei der Probenvorbereitung, unserem international anerkannten DLG-5-Punkte-Prüfschema sowie den wirkungsvollen Kommunikationsmaßnahmen, etwa im Internet.

Die Prüfungen vom Bäckerhandwerk, der Brotprüfdienst, und die DLG-Qualitätsprüfungen sehen wir als Ergänzung in dem Sinne, dass wir Qualitätsförderung für die Branche anbieten und dabei jeweils unterschiedliche Instrumente einsetzen. Wir sitzen in einem Boot und da ist eine gegenseitige Kommunikation und Zusammenarbeit wichtig.

Die Stärke der DLG ist die Verknüpfung der reinen Organisation mit den Produktkenntnissen unserer Experten mit sensorischem Know-how. Das macht die DLG und ihre Prüfungen so einzigartig und nur schwer kopierbar. Dass unser 5-Punkte-Prüfschema branchenweit angewendet wird, belegt eindrucksvoll unsere Fach- und Methodenkompetenz für die Praxis.

ABZ: Was tut die DLG um den Stellenwert der DLG-Prüfung bei Verbrauchern und Herstellern zu sichern?

Dr. Thomas Schmidt: Die DLG hat vor zwei Jahren eine umfangreiche Initiative gestartet, die gerade auch diesen Zielen dienen soll. Hierzu gehören das neue Fachmagazin „DLG-Test Lebensmittel“, die „DLG-Lebensmitteltage“, das eigene Sensorikzentrum und die „DLG-Geschmacksschule“. Zudem hat die DLG die Preisträgerkommunikation in den letzten Jahren erheblich ausgebaut. Vor allem auch unser Internetangebot mit den prämierten Betrieben wird von Jahr zu Jahr von den Verbrauchern stärker als neutrale Quelle und Wegweiser zu Spitzenprodukten genutzt, wie die Anzahl der angeklickten Seiten belegen.

Die vielfältigen Maßnahmen, die unsere Kompetenz in der Öffentlichkeit unterstreichen, zeigen jetzt erste Früchte: Die Ergebnisse der aktuellen DLG-Marktforschungsstudie, in der die Bekanntheit und die Sympathie der DLG-Prämierungen sowie deren Einfluss auf die Kaufentscheidung untersucht wurden, stimmt uns deshalb sehr positiv: Die Studie bestätigt die hohe Bekanntheit unserer Qualitätsauszeichnungen. 60 Prozent der befragten Verbraucher kennen die DLG-Prämierung. Sie nehmen die DLG-Medaille als hochwertige Auszeichnung und als Qualitätsmerkmal von Lebensmitteln wahr. Die DLG-Prämierungen wirken sich danach überdurchschnittlich auf den Kaufentscheid aus. Der Kaufanreiz (Zahl der Kaufakte) wird bei Backwaren (Kekse) um 77 Prozent gesteigert, wenn die DLG-Medaille auf der Verpackung ist. Auch als Testzentrum Lebensmittel erzielt die DLG hohe Sympathiewerte. Die Verbraucher schätzen hier vor allem den neutralen Expertentest.

ABZ: Welche Tipps können Sie einer Bäckerei geben, die zum ersten Mal Proben zur DLG einschickt?

Dr. Thomas Schmidt: Eine Bäckerei, die zum ersten Mal anmeldet, erhält zunächst unsere Anmeldeunterlagen zugeschickt. Die Anmeldephase für die diesjährigen Prüfungen beginnt im Mai. Diese kann der Betrieb telefonisch beim DLG-Testzentrum Lebensmittel anfordern oder selbstverständlich auch über das Internet oder per email abfragen. Der Probenabruf erfolgt erst kurz vor der Prüfung seitens der DLG. Hierzu wird dem Betrieb eine Checkliste zugesandt mit Empfehlungen zum optimalen Verpacken und Versenden der Proben.

ABZ: Welche Tipps können Sie Betrieben geben, um ihre errungenen DLG-Preise gut ins Bild zu rücken?

Dr. Thomas Schmidt: Die DLG bietet ihren Kunden für die Qualitätskommunikation gegenüber Handel und Verbrauchern eine Vielzahl wirksamer Instrumenten – und das verbunden mit dem DLG-Profil „neutral und von den besten Fachleuten getestet.“ Immer häufiger sind „DLG-Medaillen“ auf Produkten, im Internet und in der Werbung zu sehen. Sie dokumentieren eindrucksvoll die Leistung des Betriebs. Der Bundesehrenpreis, der nur an die Qualitätselite vergeben wird, stellt die absolute Top-Auszeichnung dar und garantiert in der Öffentlichkeit ein Alleinstellungsmerkmal. Auch der „Preis der Besten“ ist eine Auszeichnung mit hoher Aussagekraft und Wirkung. (pf)

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