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Ditsch mit neuem Design-Auftritt

Geschäftsführer Thomas Eisele (links) und Vertriebsleiter Andreas Klensch eröffnen die 200. Ditsch-Filiale in Berlin.  (Quelle: Marconi)+
Geschäftsführer Thomas Eisele (links) und Vertriebsleiter Andreas Klensch eröffnen die 200. Ditsch-Filiale in Berlin. (Quelle: Marconi)

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„Wärme, die man schmeckt“ – die Brezelbäckerei will einer Konzept-Überalterung entgegenwirken.

Berlin (marc). Langsam schieben sich die frisch gebackenen Brezeln aus dem Netzbandofen in die Schütte. Es duftet nach frischem Laugengebäck, der Shop ist rot-weiß gekachelt und mit hellen Holzelementen versehen. Das soll Ursprünglichkeit und Traditionshandwerk vermitteln. International verständliche Icons schmücken das Menübord. Zudem tauchen LED-Lampen die Filialen in ein weiches Licht. Mit einem neuen Store-Design will die Brezelbäckerei Ditsch GmbH ihren Kunden „Wärme, die man schmeckt“ vermitteln. In diesem neuen Look ist auch die 200. gehalten, die das Mainzer Traditionsunternehmen, das zur Valora AG gehört, Anfang März im Berliner Ostbahnhof eröffnet hat. Der Umbau hat rund 120.000 Euro gekostet.

Wachsender Snack-Markt

„Durch das neue wollen wir dem wachsenden Wettbewerb im Snack-Markt Rechnung tragen und einer Konzept-Überalterung entgegenwirken“, betont Andreas Klensch, Vertriebsleiter Filialen bei Ditsch. Daher habe ein internes Team zusammen mit einer Londoner Design-Agentur in einem sechsmonatigen Prozess das Aussehen der Ditsch-Filialen der Zukunft definiert. Wobei man sich neben der starken Reduktion auf das Wesentliche, auch auf Details wie Preisschilder in Brezelform oder Uniformen in korrespondierenden Farben konzentriert habe. Erste Erfahrungen mit dem neuen Store-Design hat Ditsch in mehreren Pilotfilialen gesammelt, unter anderem im Laden in der Mainzer Römerpassage. Diese wurde Ende August im neuen Design eröffnet. Sie zeige seit dem „eine hervorragende wirtschaftliche Entwicklung“, so Klensch. Seinen Angaben zufolge verzeichnet die Mainzer Filiale in den ersten beiden Monaten dieses Jahres sogar eine zweistellige Umsatzsteigerung. Seit vergangenen Oktober werden nun alle Neueröffnungen und Umbauten in dem modernen Design gestaltet.

verändert

Zusätzlich soll bei Ditsch auch das Sortiment verändert werden. „Neben Pizzasnacks und gefüllten Croissants liegt unsere Kernkompetenz vor allem im Laugensegment“, sagt Vertriebsleiter Klensch. Daher gelte es, sich in Zukunft verstärkt auf das Laugengebäck zu konzentrieren. Gegen Ende des Jahres sollen Brezel-Variationen mit Saaten, Laugenstangen mit eingeschlossenem Schinken oder auch belegtes Laugenbaguette angeboten werden. Wert legt Ditsch auf das Thema „Frische“. Beispielsweise arbeite man auch am Belag der Pizzas. So sei die Hähnchen-Pizza mit gegrilltem Gemüse belegt, die Laugenbrezel mit Butter und Schnittlauch bestrichen. „Der Kunde erwartet frische Produkte und diese wollen wir ihm liefern.“

Einfach unterwegs essen

Überhaupt beruht laut Klensch der Erfolg von Ditsch darauf, dass alle Snacks so gut transportiert und unterwegs problemlos verzehrt werden können. „Wir stillen den kleinen Hunger zwischendurch für Menschen, die in Hektik sind.“ Man bediene den modernen, mobilen Menschen des 21. Jahrhunderts.

Was Firmengründer Wilhelm Ditsch vor 95 Jahren mit einem Brezel-Bauchladen in Mainz begann, hat sich heute zu einem Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern deutschlandweit entwickelt. Ditsch ist mittlerweile ein professioneller To-go-Systemanbieter und Spezialist für kleinflächige Hochfrequenzlagen. Meist sind die Läden in Fußgängerzonen, Shopping-Centern oder speziell an Bahnhöfen zu finden. „Bereits mehr als 60 Filialen existieren bundesweit an Bahnhöfen und wir wollen weiter expandieren“, meint Andreas Klensch. Mit 30 Filialen im Großraum Berlin ist die deutsche Hauptstadt neben der Heimatregion Rhein-Main und Hamburg eine absolute Ditsch-Hochburg.

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